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Was macht eigentlich #8 Park Chan-Wook

Auch der Südkoreaner Park Chan-Wook hat seit 2009 („Durst“) keinen neuen Spielfilm mehr in die Kinos gebracht. Erwähnenswert ist allerdings, dass er gemeinsam mit seinem Bruder Park Chan-kyong 2011 bei der 61. Berlinale den Goldenen Bären für den besten Kurzfilm einheimsen konnte. „Night Fishing“ heißt der 33-minütige Fantasy-Horrorfilm, welcher komplett mit dem iPhone 4 gedreht wurde und daher auch auf die finanzielle Unterstützung des südkoreanischen iPhone Vertragshändlers KT zurückgreifen konnte, welcher rund 133.000 US-Dollar zur Realisation des Filmes beisteuerte.

Chan-wooks aktuelles Projekt „Stoker“ wird ebenfalls ein Horrorfilm sein, welcher zudem sein Hollywood-Debüt markiert. Die Produktion übernahmen unter anderem Ridley Scott und sein vor kurzem tragisch verstorbener Bruder Tony, das Drehbuch wird in Co-Autorenschaft von Wentworth Miller beigesteuert, Clint Mansell zeichnet für die Musik verantwortlich, Nicole Kidman, Mia Wasikowska und Matthew „Ozymandias“ Goode spielen die Hauptrollen. Der Film soll Motive des Horrorfilms mit denen des psychologischen Thrillers und des Familiendramas kreuzen. Die Story des Films liest sich bisher wie folgt: nach dem Tod ihres Vaters und ihres besten Freundes ist India mit ihrer labilen Mutter auf sich allein gestellt bis ihr Onkel Charlie zu ihnen zieht. Obwohl sie sich über seine wahren Motive nicht im Klaren ist und vor seiner Ankunft noch nicht einmal wusste, dass er überhaupt existiert, fühlt sich die junge Frau zu dem rätselhaften Charlie hingezogen.

Prognose:

Stoker“ (04. April 2013): Beeindruckende Bilder, eine morbide und unheilvolle Atmosphäre und eine mysteriöse Geschichte, die es zu enträtseln gilt: toll geschnittener Trailer, der es gekonnt schafft, dem Zuschauer alles zu präsentieren und (so wie es aussieht) trotzdem nichts zu verraten. Definitiv ein Film, den ich mir für 2013 vormerken werde. Hoffen wir mal, dass Chan-wook seine eigenen Ideen durchsetzen kann und bei seinem englischsprachigen Debüt keine kreativen Einschränkungen hinnehmen muss.

Autor: Markus Schu

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