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68 Kill (2017) Blu-ray-Kritik

© 2016 Chip Thrills, LLC  

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Was soll man zu diesem Film schreiben? „68 Kill“ ist eines jener Werke, das man sich anschaut und dann schnell wieder gedanklich ad acta legt. Ein absoluter Durchschnittsfilm. Nicht wirklich gut, nicht wirklich schlecht. Man rezipiert ihn, schmunzelt ein paar Mal, dann ist er zu Ende und man wendet sich wieder wichtigeren Dingen zu. Wäre „68 Kill“ in einigen Momenten nicht sehr brutal, wäre er eigentlich der perfekte Film für das Abendprogramm von Tele 5. Nichts für die SchleFaZ-Spezialisten Oliver Kalkofe und Peter Rütten, dafür ist der Film zu professionell produziert. Aber da der Rest des Privatfernsehens dann doch eher populärer unterwegs ist, wäre dieser Sender die ideale Plattform. Man merkt, dass es zu dem Film nicht viel zu sagen gibt, wenn sich der Kritiker schon im einleitenden Absatz Gedanken über eine mögliche und vermutlich niemals stattfindende TV-Verwertung macht.

In „68 Kill“ geht es um einen Mann zwischen drei Frauen. Eine ist durchgeknallt, die zweite ist charmant und die dritte ist durchgeknallt und sadistisch. Der Mann, das ist Chip (Matthew Gray Gubler, bekannt aus „Criminal Minds“), ein voll netter und etwas zurückhaltender „Boy Next Door“. Die erste durchgeknallte Frau ist seine Freundin Liza (AnnaLynne McCord, bekannt aus „Excision“). Gemeinsam stehlen sie 68.000 Dollar (daher der Filmtitel, falls dieser ab hier noch irgendeiner Erklärung bedurft hätte) von Lizas „Sugar Daddy“ (der Begriff steht exakt so auf dem Backcover der Blu-ray-Hülle), der dabei versehentlich ums Leben kommt. Chip macht das völlig fertig, Liza nimmt’s gelassen. Nun gut. Auftritt zweite Frau (die Charmante): Violet (Alisha Boe, bekannt aus der Netflix-Serie „Tote Mädchen lügen nicht“), die irgendetwas mit dem „Sugar Daddy“ zu tun hatte und von Liza und Chip prompt in den Kofferraum ihres Autos gesperrt wird. Also eher von Liza, denn Chip ist auch davon nicht wahnsinnig begeistert, da er sich sofort ein wenig in sie zu verknallen scheint. Bei Lizas Bruder Dwayne (Sam Eidson, nicht wirklich bekannt für etwas, hat aber immerhin den Kurzfilm „Mitt Romney’s Brain Gets Hacked“ in der Vita stehen) machen sie eine kurze Pause, aber Dwayne ist noch viel durchgeknallter als alle anderen Charaktere zusammen, er ist eine Art Leichenpräparator, aber halt just for fun. Chip klaut Lizas Auto, lässt Violet frei, die aber gleich was mit ihm anfängt. Gemeinsam gehen sie in ein Motel, treffen allerdings beim Tanken vorher auf die durchgeknallte und sadistische Frau (Sheila Vand, bekannt aus „A Girl Walks Home Alone At Night“). Die ist hier aber noch nicht sadistisch, sondern erst einmal nur unfreundlich. Sadistisch wird sie später, aber wie und warum, das würde bereits in den Spoiler-Bereich fallen.

© 2016 Chip Thrills, LLC  

© 2016 Chip Thrills, LLC

So oder so ähnlich. Regie geführt hat Trent Haaga, Drehbuchautor von Horrorfilmen wie „Deadgirl“ und „Cheap Thrills“ sowie des Videospiels „The Evil Within 2“. Natürlich ist das Ganze als Geschlechter-Rollentausch angelegt, da es dieses Mal die Frauen sind, welche die Handlung vorantreiben, während der zurückhaltend-schüchterne Mann eigentlich nur als Spielball fungiert. Wem oberflächliche Frauenpower reicht, wem schlicht weibliche Charaktere reichen, die mal das Heft in die Hand nehmen, der findet im vorliegenden Film vielleicht auch einen feministischen Subtext. Ansonsten sei allen Interessierten in dieser Hinsicht definitiv eher „Scouts vs. Zombies“ (2015) ans Herz gelegt, der verstand im Kontext seiner Figuren, ihrem Verhältnis zueinander, ihren Handlungen und deren Implikationen deutlich mehr von Feminismus. Vielleicht ist in „68 Kill“ aber auch einfach alles voll ironisch gemeint, so dass man sich am Ende für nichts rechtfertigen muss. Der Film hat dabei durchaus satirisches Potenzial, spielt das aber nicht vollkommen aus. Einige Szenen sind in der Tat vergleichsweise witzig, teils auf Dialogebene, teils auf visueller Ebene; anderes ist nur plakativ, wieder anderes verpufft einfach. Ansonsten sticht der Film am ehesten hinsichtlich Gewaltdarstellung heraus, die FSK-18-Freigabe ist vollkommen gerechtfertigt. Für die Kategorie des völlig überdrehten „Fun-Splatter“ à la „Braindead“ (1992) reicht es allerdings auch wieder nicht. Die Darsteller machen ihre Sache immerhin gut, allen voran Matthew Gray Gubler und AnnaLynne McCord, die ihr Talent für psychotische Charaktere ja schon in „Excision“ formidabel unter Beweis gestellt hat (ein Film, der übrigens zehn Mal besser ist als „68 Kill“).

© MFA

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Was also bleibt als Fazit? Kann man schauen, muss man aber nicht. Definitiv nicht für einen zweistelligen Betrag käuflich erwerben, eher mal darauf warten, dass der Film entweder in der Amazon-6-für-30-Aktion (für Sammler physischer Datenträger) oder im Prime-Abo enthalten ist. Wenn man echt nichts besseres zu tun hat, dann kann „68 Kill“ tatsächlich leidlich unterhaltsam sein. Passt schon. Wie gesagt, der Film ist an sich nicht wirklich schlecht im Sinne von mies, also wird an dieser Stelle auch nicht dezidiert davon abgeraten. Es gibt jedoch deutlich bessere Streifen, die ein Heimkino-Release definitiv mehr verdient hätten, denen es aber verwehrt bleibt. Auf der hier besprochenen Blu-ray findet sich zudem zwar ein ganz schickes alternatives Wendecover im gezeichneten Retro-Stil, allerdings konsequenterweise keinerlei Bonusmaterial.

Autor: Jakob Larisch

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Happy Deathday (2017) Review

© Universal Pictures

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“Und täglich grüßt das Murmeltier” (1993) – da es völlig unmöglich ist, eine Kritik über “Happy Deathday” zu schreiben, ohne auch nur einmal den Klassiker von Harold Ramis mit Bill Murray in der Hauptrolle des zynischen Wetteransagers Phil Connors zu erwähnen, muss dies gleich zu Beginn aus dem Weg geräumt werden. Denn letztendlich lässt sich „Happy Deathday“ in einem Satz ziemlich genau als 2017er-Teenie-Slasher-Variante des bereits genannten Filmes beschreiben. Das Setup ist dabei folgendes: Die College-Studentin Theresa „Tree“ Gelbman (Jessica Rothe) erlebt ein- und denselben Tag immer wieder von neuem. Dabei handelt es sich nicht nur um ihren Geburtstag, sondern bizarrerweise auch um ihren Todestag. Denn am Ende jeder Zeitschleife wird sie von einem unbekannten Maskierten getötet. Als es Tree so langsam dämmert, dass sie den selben Tag immer wieder erlebt und ihr Tod unausweichlich die Zeitschleife neu in Gang setzt, versucht sie  herauszufinden, wer ihr Mörder ist und den Anschlag auf ihr Leben zu vereiteln.

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Justice League (2017) Review

Die Welt trauert immer noch um Superman, der am Ende von „Batman v Superman: Dawn of Justice“ (2015) sein eigenes Leben geopfert hat, um die Menschheit zu retten. Währenddessen jedoch bereiten sich Batman (Ben Affleck) und Wonder Woman (Gal Gadot) auf den bevorstehenden Angriff des Weltenzerstörers Steppenwolf (Ciarán Hinds) vor, wofür sie ein Team aus den sogenannten „Meta-Menschen“ zusammenstellen. Mit Ausnahme von Barry Allen/The Flash (Ezra Miller) haben die Auserwählten aber überhaupt keine Lust auf gemeinsame Heldentaten. Doch als Steppenwolf das erste Mal in Erscheinung tritt, sind alle Zweifel wie weggeblasen.

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Professor Marston & the Wonder Women (2017) Review

© Sony Pictures

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In diesem Kinosommer und im Zuge des anhaltenden Publikumsinteresses für das Superhelden-Genre durfte nun, über 70 Jahre nach ihrer Erschaffung, mit „Wonder Woman“ erstmals die bekannteste Superheldin ihr Kino-Debüt feiern. Im Fahrwasser des Blockbusters dürften auch mehr und mehr Interessierte über die ungewöhnlichen Wurzeln des Charakters gestolpert sein, gilt die Figur doch nicht von ungefähr als feministische Ikone erschaffen und über die Comic-Dekaden weiter erarbeitet. Eine ebenso, wenn nicht sogar viel interessante Facette bildet dabei das Leben von Wonder-Woman-Schöpfer William Marston selbst. Denn in Marstons Privatleben und, der Legende nach zumindest, auch für die Erschaffung seiner Comic-Figur sollen gleich zwei Frauen in seinem Leben, Ehefrau Elizabeth und Mätresse Olive, eine bedeutende Rolle gespielt haben. Diesem faszinierenden Figuren-Trio widmet sich Regisseurin Angela Robinson in ihrem „Professor Marston & The Wonder Women“, der als Biopic getarnt die ganz alten Fragen des Zwischenmenschlichen in bekannten Drama-Strukturen beleuchten will – und damit wahrschlich eine der erfrischendsten Liebesgeschichten dieses Jahres geworden ist.

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Die Weibchen (1970) Blu-ray-Kritik

© Bildstörung

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Auch die deutsche Filmgeschichte hat einige Obskuritäten zu bieten, vielleicht nicht ganz so viele wie die französischen Nachbarn („Emmanuelle“ lässt grüßen) und erst recht nicht so viele wie die Italiener (deren filmisches Schattenkabinett vom Giallo über Kannibalenfilme bis hin zum Zombie-Wahnsinn reicht), doch beginnend in den 1960er-Jahren entstand in der Bundesrepublik so einiges an Werken, was sich heutzutage als vergessen oder verdrängt erweist bzw. anderweitig nicht mehr auf dem allgemeinen filmhistorischen Radar kreist. Mehr oder minder parallel zu der Entwicklung des Neuen Deutschen Films, der sich auf stilistisch teils radikale Weise bewusst von „Papas Kino“ à la Heimatfilm abgrenzte, wurden abseits des auch heute noch gern zitierten Zirkels um Regisseure wie Rainer Werner Fassbinder, Alexander Kluge, Werner Herzog, Edgar Reitz und Volker Schlöndorff Filme produziert, deren Spannweite von „reinen“ Genrefilmen durch Auteur-Regisseure wie Roger Fritz („Mädchen: Mit Gewalt“, 1969) oder Roland Klick („Deadlock“, 1970) über Exploitationfilme wie „Hexen bis aufs Blut gequält“ (1970) hin zu einer hohen Welle von Erotik- und Sex-Filmen wie der „Lederhosen“-Reihe oder den Schulmädchen-Reports reichte. Inmitten dieses Konglomerats an filmischen Eigentümlichkeiten erblickte 1970 auch „Die Weibchen“ das Licht der Welt, mit Uschi Glas in der Hauptrolle, noch klar erkennbar vor ihrer Hinwendung zu eher konservativen politischen Standpunkten. Regisseur war der Tschechoslowake Zbyněk Brynych, der insbesondere 1962 mit dem Holocaust-Drama „Transport aus dem Paradies“ ein gewisses Ansehen gewonnen hatte und ab dem Ende der 1960er-Jahre verstärkt für das ZDF arbeitete. 1970 inszenierte er insgesamt drei deutsche Spielfilme: „O Happy Day“, „Engel, die ihre Flügel verbrennen“ und eben „Die Weibchen“, wandte sich dann Mitte der 1970er-Jahre wieder der Tschechoslowakei zu, bevor er ab den ausgehenden 1980er- bis in die 1990er-Jahre hinein erneut für das deutsche Fernsehen tätig war.

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Overdrive (2017) Review

© Universum Film

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Schnelle Autos, eine Crew, die irgendetwas latent Kriminelles anstellt, aber dann doch nicht so kriminell ist, dass sie nicht mehr als Identifikationsbasis für den Zuschauer taugen würde, Verfolgungsjagden, markige One-Liner und eine schicke landschaftliche Kulisse? Klingt nach einem weiteren Film aus der „The Fast and the Furious“-Reihe, ist aber die französisch-US-amerikanische Co-Produktion „Overdrive“, für welche allerdings zumindest die letzten vier bis fünf „Fast & Furious“-Teile in der Tat als zentrale Inspiration gedient haben dürften. Dass „Overdrive“ in Frankreich spielt, ist kein Zufall, denn er wurde mitproduziert von Pierre Morel, seine Zeichens Regisseur von „Taken“ („96 Hours“), dessen Handlung selbst zu großen Teilen in Frankreich angesiedelt ist und dessen Produktion wiederum in den Händen von Luc Bessons Action-Schmiede Europacorp lag (ebenso wie die „The Transporter“-Filme mit Jason Statham, die, Überraschung!, sich ebenfalls um Auto-Action in französischen Gefilden drehen). Besson selbst hatte bei „Overdrive“ seine Finger wohl nicht mit im Spiel, dennoch reiht sich der Film in puncto Ansatz und Stimmung nahtlos in die Reihe der angesprochenen Werke ein.

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Fack ju Göhte 3 (2017) Review

© Constantin Film

© Constantin Film

Nun kommt also der Abschluss der glorreichen „Fack ju Göhte“-Trilogie „endlich“ in die Kinos. Zum dritten Mal können wir folglich den Ex-Bankräuber, Vollzeit-Frauenheld und nun auch Lehrer Zeki Müller (Elyas M’Barek) dabei beobachten, wie er versucht, seine Problemklasse aus der Goethe-Gesamtschule irgendwie zum Abi zu hieven. Nachdem bereits Teil 1 und Teil 2 die jeweils erfolgreichsten Filme des Jahres in Deutschland waren, ist auch bei „Fack ju Göhte 3“ davon auszugehen, dass es ein absoluter Kassenschlager wird. In einem Interview mit dem Morgenmagazin hat Elyas M’Barek kürzlich verlauten lassen, dass der dritte Teil der beste der Reihe sei. Natürlich bleibt ihm nichts anderes übrig, als genau dies zu sagen, aber trotzdem schauen wir mal, ob er Recht hat.

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Thor: Tag der Entscheidung (2017) Review

© Disney / Marvel Studios 2017

© Disney / Marvel Studios 2017

Seit dem ersten Kino-Auftritt Iron Mans vor nun fast zehn Jahren sind die Marvel-Helden aus der Blockbusterlandschaft nicht mehr wegzudenken und 2017 könnte dabei durchaus als die „bunte Periode“ des Studios in Erinnerung bleiben. Denn wo die Captain Americas, die Avengers und sogar die schrilleren Guardians zwar immer mit lockerem Ton, aber auch gedämpften Farben die Leinwand für sich beanspruchten, leitete doch spätestens „Dr. Strange“ die Kehrtwende ein – und das „Guardian of the Galaxy“-Sequel feierte sein Filmende mit einem bunt-knalligen Weltraumfeuerwerk kurzerhand selbst und farbenfroh. Nur passend also, wenn das in der Vorlage schon immer etwas abgespacedere „Thor“-Universum in seiner dritten Auskopplung der aktuellen Linie weiter folgt und seine Weltenhatz zwischen Hulk-Grün und Alien-Rosa anlegt. Und das, obwohl sich doch am Horizont schwarze Wolken für Thor, Loki und ihr Volk auftun.

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Kikujiros Sommer (1999) Blu-ray-Kritik

© capelight pictures

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Takeshi Kitano ist ohne Zweifel einer der ganz Großen im japanischen Kino, nicht nur in Bezug auf die Gegenwart, sondern auch mit Blick auf die japanische Filmgeschichte als Ganzes. Seit Beginn der 1990er-Jahre dreht der Regie-Tausendsassa und ehemalige Komiker wahlweise knallharte Yakuza-Thriller, absurde Komödien, blutige Historienfilme oder melancholisch angehauchte Melodramen, wobei er auch selbst immer wieder die Hauptrolle übernimmt. Mit „Hana-Bi – Feuerblume“ gelang es ihm 1997, den Goldenen Löwen bei den Filmfestspielen von Venedig zu gewinnen, wodurch sein Schaffen seitdem auch internationale Aufmerksamkeit genießt. Mit dessen Nachfolger „Kikujiros Sommer“ schuf er daraufhin einen Film, der sich von seinem bisherigen Werk in einigen Facetten abhob und seine melancholischen Tendenzen mit einer leisen und zurückhaltenden Form der Komik verband.

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The Art of Entertainment #33 Guilty Pleasures

© Sony Pictures

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Wir alle haben sie – die sogenannten „Guilty Pleasures“!
Dazu zählen Filme und Serien, mit denen wir Freude haben, obwohl sie in der allgemeinen Wahrnehmung kein hohes Ansehen genießen oder sogar als merkwürdig eingestuft werden. Auch Michael, Jascha, Sebastian und Markus wollen über ihre dunkelsten Film- und Seriengeheimnisse sprechen und am Ende die Top 5 ihrer „Guilty Pleasures“ präsentieren.

Begrüßung
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Playing God (1997) Review

© Concorde Home Entertainment

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Kritische Stimmen sagen Ärzten gerne nach, dass diese oftmals an einem Gottkomplex leiden. Denn sie sind die Götter in Weiß, die im Ernstfall über Leben und Tod entscheiden. In „Playing God“ spielt David Durchovny einen Chirurgen, der in seinem Job keine Erfüllung findet und chronisch überlastet ist, weswegen er sich dem Konsum von Drogen hingibt. Auf der Suche nach neuen illegalen Substanzen freundet er sich mit einem Kriminellen an, der schon bald seine Dienste als Arzt benötigt, was den Chirurgen zum Gott in der kriminellen Unterwelt werden lässt. Die Figur ist David Duchovnys erste große Hauptrolle, nachdem er durch die Kultserie „Akte X“ Berühmtheit erlangte. In einer Nebenrolle ist zudem die damals noch unbekannte Angelina Jolie zu sehen. Der Thriller von 1997 erhält nun seine Neuauflage auf Blu-Ray.

Der drogensüchtige Arzt Eugene Sands (Duchovny) verliert nach einem Behandlungsfehler mit Todesfolge seine Zulassung. Als er sich neue Drogen in einem Club beschaffen will, bricht eine Schießerei zwischen Gangstern los, Eugene kann einem der Verletzen helfen. Dabei wird er von Claire (Jolie), der Freundin des Gangsters Raymond Blossom (Timothy Hutton), beobachtet. Blossom bietet Eugene an, für ihn zu arbeiten. Als das FBI dies herausfindet, versuchen sie, Eugene zur Zusammenarbeit zu zwingen. Die Lage verschärft sich, als er sich zudem in Claire verliebt.

© Concorde Home Entertainment

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Im Grunde ist „Playing God“ ein Film Noir, der in den 1990er-Jahren angesiedelt ist. Ähnlich wie in den berühmten Vorbildern fungiert David Duchovnys Hauptfigur als Erzähler, während er aufgrund falscher Entscheidungen immer weiter in die kriminelle Schattenwelt abdriftet und den dort befindlichen Verlockungen erliegt. Doch kann der Film mit dem hochtrabenden Titel die Aussicht auf ein packendes Moralstück überhaupt einlösen?

Die Antwort fällt knapp aus: Nein. „Playing God“ besitzt eine oberflächliche Erzählweise. Ein Arzt gerät auf die schiefe Bahn, wird als Spitzel für das FBI angeworben und verfällt der Frau des Gangsterbosses. Vielmehr hat der Film nicht zu erzählen und vor allem nicht zu sagen. Hier zeigt sich, dass „Playing God“ nur an den Oberflächenreizen des Film Noir interessiert ist. Statt wie in den Klassikern des Genres über menschliche Abgründe zu erzählen und diese sichtbar zu machen, deutet „Playing God“ sie zu Beginn nur an. Es gibt keine genaue Erklärung hinsichtlich der Motivation der Hauptfigur und was sie reizt, sich in den Dienst eines Verbrechers zu stellen.

© Concorde Home Entertainment

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Echten Unterhaltungswert bieten jedoch die stilistischen Anleihen an den Film Noir, die hier in die bunten 1990er-Jahre übertragen werden. Das führt zu einer poppigen, manchmal auch albernen Mischung, der David Duchovny sein zurückgenommenes Spiel entgegensetzt und dabei mit manch trockenem, sarkastischem Moment glänzt. „Playing God“ ist ein charmanter Pop-Film-Noir, der ähnlich wie viele Charterfolge in diesem Jahrzehnt nichts tiefgründiges zu erzählen hat und auch nicht immer stilsicher ist, aber durchaus seinen kurzweiligen Unterhaltungswert besitzt.

Auor: Michael Schmidt

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Podcastserie: Game of Thrones (Staffel 7, Folge 7) – Der Drache und der Wolf

© HBO

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Direkt aus Westeros sprechen Torsten Giantsbane, Laszlofinger und The Nightsmamon unmittelbar nach der Sichtung über die siebte und letzte Folge der siebten Staffel von „Game of Thrones“.
SPOILER ahead!

„Game of Thrones“ ist immer parallel zur US-Ausstrahlung in der Nacht von Sonntag auf Montag (US-Ostküstenzeit, zwischen 3 und 4 Uhr) wahlweise im Original oder in der synchronisierten Fassung auf Abruf mit Sky On Demand, Sky Go, und auf Sky Ticket zu sehen sowie immer montags um 20:15 Uhr auf Sky Atlantic HD.

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Der große „Game of Thrones“-Rückblick: Staffel 6

© HBO

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Zum Ende der siebten Staffel von „Game of Thrones“ blicken wir auf noch einmal die sechste Staffel der Hit-Serie zurück und eruieren, wie es eigentlich zu allem kam. SPOILER ahead!

Für alle, die ihr „Game of Thrones“-Gedächtnis noch einmal auffrischen wollen: In Deutschland stehen die ersten sechs Staffeln jederzeit über Sky Box Sets mit Sky Go, Sky Online und Sky On Demand auf Abruf bereit.

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Verleugnung (2016/2017) Review

© SquareOne / Universum

© SquareOne / Universum

Bei Verleumdungsklagen legt das britische Rechtssystem die Beweislast nicht auf die Seite des Klägers (der also die vom Beklagten gegen ihn gerichteten Vorwürfe widerlegen müsste; dies wäre die Essenz der Unschuldsvermutung), sondern auf die Seite des Beklagten, der sie im Gegenzug beweisen muss. Der Grund: Im britischen Rechtsverständnis werden Verleumdungsklagen aufgrund ihrer in Verruf bringenden Natur generell als unwahr betrachtet. Das ist ein grundsätzlich ehrenwerter Ansatz, der es schwerer machen soll, Falschaussagen über Personen in Umlauf zu bringen. Absurde Züge nahm das Ganze jedoch im Falle des Gerichtsverfahrens an, das der britische Holocaustleugner David Irving gegen die US-amerikanische Universitätsprofessorin Deborah Lipstadt eröffnete: Aufgrund ihrer in ihrem Buch „Denying the Holocaust“ (deutscher Titel: „Betrifft: Leugnen des Holocaust“) über ihn getroffenen Aussagen warf er ihr Verleumdung vor, denn er sei weder ein Holocaustleugner noch habe er historisches Material gefälscht bzw. es bewusst falsch ausgelegt. Somit lag die Beweislast bei Lipstadt, die nicht nur belegen musste, dass Irving wiederum genau das getan hatte, sondern sich darüber hinaus zudem vor die Notwendigkeit gestellt sah, dies mit historischen Daten zu unterfüttern. Wollte sie aufzeigen, dass Irving Informationen und Fakten absichtlich verdreht hatte, musste sie diese im Umkehrschluss korrekt präsentieren und somit in letzter Konsequenz den Nachweis erbringen, dass der Holocaust tatsächlich stattgefunden hatte, genauer: dass es, erstens, (insbesondere in Auschwitz) Gaskammern gegeben hatte, dass diese, zweitens, dafür genutzt wurden, Menschen zu ermorden und dass dies, drittens, einem systematischen Plan der Nationalsozialisten folgte. Doch damit nicht genug: Um die Vorwürfe gegen Irving zu untermauern, musste sie nicht nur seine Geschichtsfälschung beweisen, sondern zudem, dass er dabei vorsätzlich gehandelt hatte.

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Podcastserie: Game of Thrones (Staffel 7, Folge 6) – Jenseits der Mauer

© HBO

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Direkt aus Westeros sprechen Torsten of Myr, Laszloclaw und The Mamon unmittelbar nach der Sichtung über die sechste Folge der siebten Staffel von „Game of Thrones“.
SPOILER ahead!

„Game of Thrones“ ist immer parallel zur US-Ausstrahlung in der Nacht von Sonntag auf Montag (US-Ostküstenzeit, zwischen 3 und 4 Uhr) wahlweise im Original oder in der synchronisierten Fassung auf Abruf mit Sky On Demand, Sky Go, und auf Sky Ticket zu sehen sowie immer montags um 20:15 Uhr auf Sky Atlantic HD.

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In Kino Veritas #7 Die Stadt der tausend Trailer

 

© Universum Film / 2016 VALERIAN SAS Ð TF1 FILMS PRODUCTION / Photo Credit: Vikram Gounassegarin

© Universum Film / 2016 VALERIAN SAS Ð TF1 FILMS PRODUCTION / Photo Credit: Vikram Gounassegarin

 

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Ja, wir können auch Latein! Dass im Kino die Wahrheit liegt, wussten wir ja schon länger, aber nun ist die Zeit gekommen, es auszusprechen. Nach wie vor debattieren wir über Aktuelles und Vergangenes aus der Filmwelt: Heute geht es um „Dunkirk“, „Valerian – Die Stadt der tausend Planeten“ und „Baby Driver“, eine Vorschau auf den Rest des Kinojahres 2017 sowie um Forsetzungen und Spin-Offs, über deren Sinnhaftigkeit sich mal mehr und mal sehr viel mehr streiten lässt. Wobei: „Creed 2″ mit Ivan Drago? Das muss dann tatsächlich doch sein.

Wir hoffen, ihr habt ebenso viel Spaß wie wir und freuen uns auf Anregungen, Lob und Kritik.

Die Besetzung: Jakob, Simon und Torsten.

Was uns bewegt
00:00 – 31:13 min

Coming Soon: Dignity or Doom
31:13 – 72:19 min.

News
72:19 – 88:12

VS
88:12 – 107:28

Die VS-Duelle
Lee (Bruce Lee in „Der Mann mit der Todeskralle“) vs. Inspektor Yuen (Chow Yun-Fat in „Hard Boiled“) – in einer Sandwüste
Lady Snowblood (Meiko Kaji in „Lady Snowblood“ 1 & 2) vs. Hit-Girl (Chloë Grace Moretz in „Kick-Ass“ 1 & 2) und Machete (Danny Trejo in „Machete“ und „Machete Kills“) – Schwertkampf
Red Sonja (Brigitte Nielsen in „Red Sonja“) vs. Harry Brown (Michael Caine in „Harry Brown“) – im Dschungel

Trailer: Star Wars – Die letzten Jedi

Trailer: Death Wish

Trailer: Justice League

Trailer: Jigsaw

Trailer: Stephen King’s It

Trailer: Suburbicon

Trailer: What Happened to Monday

Trailer: Detroit

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The Founder (2016/2017) Review

© splendid film

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„Ich sage Ihnen: McDonald’s ist vielleicht die neue amerikanische Kirche. Nahrung für den Leib, Nahrung für die Seele und die hat nicht nur sonntags geöffnet, Jungs. Es ist sieben Tage die Woche geöffnet.“ Wenn der von Michael Keaton gespielte Ray Kroc in „The Founder“ diese Sätze zu den beiden McDonald-Brüdern sagt, dann erhalten sie durch ihre retrospektive Betrachtung im Rahmen eines etwa sechzig Jahre später entstandenen Films natürlich eine ganz andere Bedeutung. Ob die Aussage tatsächlich in der Form getroffen wurde, ist dabei unerheblich. Das Wissen des Zuschauers darum, dass sie sich als mehr oder weniger zutreffend erweisen sollte, ist entscheidend, schließlich dürften nicht nur in den USA mehr Menschen pro Woche zu McDonald’s als in die Kirche gehen („nicht nur sonntags geöffnet“), auch die Bekanntheit beider Institutionen dürfte sich in nichts nachstehen. Die McDonald-Brüder Mac und Dick (Nick Offerman und John Carroll Lynch), das sind diejenigen, man könnte es am Namen erkennen, die McDonald’s tatsächlich gegründet haben, mit der ersten und lange Jahre einzigen Filiale in San Bernadino, Kalifornien. Ray Kroc ist wiederum derjenige, der den Grundstein legte, dieses Restaurant zu einem millionenschweren Franchise auszubauen. Doch der „Founder“, der Gründer, das ist er definitiv nicht.

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Oldboy (2003) Blu-ray-Kritik

© capelight pictures

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Was soll man über einen Film schreiben, der jahrelang eine der Standardantworten war, wenn es um die Frage ging, ob man nicht einen filmischen Geheimtipp parat hätte, was mittlerweile dazu geführt hat, dass er bei weitem nicht mehr als solcher durchgeht? Bestimmt waren weder „Oldboy“ noch dessen Regisseur Park Chan-Wook den meisten fortgeschrittenen Cineasten ein Begriff, als dieser bei den Filmfestspielen von Cannes im Jahr 2004 antrat und den Großen Preis der Jury – den zweitwichtigsten Preis – gewinnen konnte. Als man dann noch die Lobpreisungen des Chefs der Jury (Quentin Tarantino) hörte, begann ein kleiner Hype, der „Oldboy“ mittlerweile zu einer Art Kultfilm hat avancieren lassen, welcher sicherlich nicht nur seine Liebhaber, sondern auch seine Kritiker hat.

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The Art of Entertainment #32 Lego

 

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Bei dieser Ausgabe handelt es sich um ein Special, denn es ist nicht nur ein Podcast der Reihe „The Art of Entertainment“, sondern ein Crossover mit „Entertainment w00t?!“. Michael, Markus und Special Guest Robin vom YouTube-Channel „Chaos Elite“ diskutieren über Lego: Die weltberühmte Marke beinhaltet nämlich mittlerweile nicht mehr nur die Bausätze, für die das Unternehmen bekannt wurde, sondern auch Filme und Videospiele. Auf all jene verschiedenen Bereiche des Lego-Unternehmens wird in diesem Podcast eingegangen.

 

Begrüßung
00:00:00 – 00:03:22

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00:03:23 – 01:38:50

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Podcastserie: Game of Thrones (Staffel 7, Folge 5) – Ostwacht

© HBO

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Direkt aus Westeros sprechen Torsten Tarly, Laszlofinger und die Mother of Mamons unmittelbar nach der Sichtung über die fünfte Folge der siebten Staffel von „Game of Thrones“.
SPOILER ahead!

„Game of Thrones“ ist immer parallel zur US-Ausstrahlung in der Nacht von Sonntag auf Montag (US-Ostküstenzeit, zwischen 3 und 4 Uhr) wahlweise im Original oder in der synchronisierten Fassung auf Abruf mit Sky On Demand, Sky Go, und auf Sky Ticket zu sehen sowie immer montags um 20:15 Uhr auf Sky Atlantic HD.