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Bad Spies (2018) Review

© STUDIOCANAL

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Audrey (Mila Kunis) und ihre beste Freundin Morgan (Kate McKinnon) verbringen Audreys dreißigsten Geburtstag in einer Bar. Während Audrey sich davon ablenken möchte, dass ihr Freund Drew (Justin Theroux) kurz zuvor per Textnachricht mit ihr Schluss gemacht hat, ist dieser gerade dabei, in Litauen für „Recht und Ordnung“ zu sorgen. Drew ist in Wirklichkeit ein Spion und hat sich von Audrey nur getrennt, um sie zu schützen.

In Susanna Fogels Werk „Bad Spies“ wird ein unpopulärer Trend unserer Zeit, das Reboot beliebter Filme (denen noch einige Jahre Reife zum Prädikat „Klassiker“ fehlen) mit einem komplett weiblichen Cast, auf ein gesamtes Genre angewendet. Das Scheitern des Films scheint eigentlich vorprogrammiert, zumal eine der Hauptdarstellerinnen, Kate McKinnon, an das größte Malheur dieses Schaffens erinnert: das „Ghostbusters“-Remake. Dazu verkörpert kein Genre so sehr die Männlichkeit wie der Spionagethriller. Denken wir nur an James Bond, der sowohl den charmanten Womanizer als auch den brachialen Schläger verkörpert. Und bei wem Her Majesty’s Most Deadly Weapon mit seinen Wodka Martinis noch kein Schleudertrauma ausgelöst hat, der wird mit seinen amerikanischen Kollegen Ethan Hunt und Jason Bourne sein blaues Wunder erleben.

„Bad Spies“ wird dabei aus der Sicht der beiden Freundinnen Audrey und Morgan erzählt, die beide den eigentlichen Tough Guys zu jeder Zeit die Schau stehlen, indem sie für die größten Lacher des Films sorgen. Sie stolpern von einer Situation in die nächste, überleben grausame Gymnastik-Folter und selbst einer Schießerei lächeln sie nur müde ins Gesicht. Naja, eventuell auch schreiend.

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Wer ein Fan der Darstellung von Kate McKinnon in „Ghostbusters“ war, wird sie auch in diesem Film lieben. Mila Kunis hat tatsächlich nie die Chance, das Rampenlicht für sich zu beanspruchen und versucht daher gar nicht, sich mit McKinnon zu messen, was der Chemie zwischen den beiden merklich gut tut. „Bad Spies“ ist gefühlt eine Elseworld-Geschichte aus dem James-Bond-Universum, die den ernsten Spionagehintergrund mit dem seichten Humor eines Spoof-Films eintauscht. Der Film zeigt uns das Leben eines Bond-Girls, das sich selbst zu helfen wissen muss, weil ihr Held bereits früh in der Handlung das Zeitliche segnet. Wenn man sich darauf einlassen kann, wird man hier hervorragend unterhalten. Allen anderen bleiben die ernsteren Spionagefilme zu empfehlen.

Autor: Mamon Hassani

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