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Die Frau in Schwarz 2: Engel des Todes (2014/2015) Review

© Concorde Home Entertainment

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Vierzig Jahre nach den Ereignissen des ersten Teils werden wir – diesmal von Regisseur Tom Harper – in das weit abgelegene Eel Marsh House geführt, wo natürlich auch diesmal schaurige Ereignisse passieren. Genauer gesagt befinden wir uns mitten im Zweiten Weltkrieg und die Wehrmacht beginnt mit ihren Luftbombardement auf London. Im Zuge dessen werden viele Kinder zu Waisen und verlieren außerdem ihr Dach über den Kopf. Angeführt von Eve Parkins (Phoebe Fox) und Jean Hogg (Helen McCrory) wird somit ein gutes Dutzend Waisenkinder von London an die Küste zu unserem Anwesen aus dem ersten Teil gefahren, um dort während der Bombardierungen Unterschlupf zu finden.

Ja, „Die Frau in Schwarz 2“ ist eine weitere Fortsetzung, die nach dem „Schneller-Höher-Weiter-Prinzip“ verfährt. Wir packen diesmal nicht nur Daniel Radcliffe und seinen kleinen Sohn in ein großes, altes, verlassenes Anwesen, sondern zwei Frauen und eine Horde Waisenkinder. Die Frau in Schwarz muss ja auch was zu tun bekommen. Das Prinzip ist ähnlich wie im ersten Teil: Wenn jemand die Frau in Schwarz zu sehen bekommt, sterben in der nächsten Zeit nach und nach immer mehr Kinder, da sind die Waisen natürlich genau der richtige Appetithappen. Das Problem ist, dass der Film absoluter Standard ist und nichts Besonderes hat. Er ist verdammt dunkel, wir haben Kinder, die hin und wieder gruselige Abzählreime aufzählen, wir haben quasi ein besessenes Haus und natürlich scheint dann auch eines der Kinder von einem Dämon heimgesucht zu werden. Dieses Kind ist der Außenseiter und wird von den anderen Kindern gehänselt. Noch dazu schweigt er seit dem Tod seiner Eltern und redet nicht über die komischen Dinge, die ihm widerfahren – wäre ja auch zu einfach. Natürlich glaubt Eve auch niemand und alle leugnen zunächst, dass sich irgendetwas Komisches abspielt. Dann gibt es natürlich ein Zimmer, bei dem die Tür eigentlich immer abgeschlossen ist, die dann aber einmal doch offen ist, dann passiert dort drinnen etwas Schlimmes und die Tür geht plötzlich nicht mehr auf.

© Concorde Home Entertainment

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„Die Frau in Schwarz 2“ ist tatsächlich sehr lahmer Kram, der nicht so schwach ist, dass es weh tut, aber leider keine originelle Ideen hat und absolut mittelmäßig in allen Belangen ist. Dazu kommt noch ein Jump-Scare-Fest, was darin gipfelt, dass unsere Hauptfigur zu blöd zum Laufen ist und gegen eine Kuhglocke rennt und uns das dann erschrecken soll. Naaaajaaa. Also wirklich nur was für lange DVD-Nächte, wo man sich noch ein bisschen gruseln und ganz leicht erschrecken will. 3/10

Autor: Torsten Stenske

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