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WSM-Disney-Themenwochen: Die Top 5 der traurigsten Disney-Momente

Um eine Sache vorher mal klarzustellen: Ich weine NIE bei Filmen (ok, außer vielleicht bei „The Green Mile“), aber der Name Disney steht neben großartiger, fröhlicher Unterhaltung auch für wirklich unvergesslich traurige und emotionale Momente, die ab und zu Tränen hervorbringen können. Hier präsentiere ich euch meine persönliche Auswahl der traurigsten Disney-Momente. Eigentlich wäre ja noch eine SPOILERWARNUNG angebracht, aber kommt schon… traurige Disney-Momente kennt ihr ja wohl alle.

© Disney

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Platz 5:
Baymax – Riesiges Robowabohu: Hiro sieht die Videobotschaften seines verstorbenen Bruders Tadashi

Mit „Die Eiskönigin“ hat Disney bewiesen, dass auch das eigene Studio fähig ist, gute Computeranimation abzuliefern. Im darauffolgenden „Baymax“ ist es dem Studio jedoch gelungen, einen wirklich hochemotionalen Moment zu kreieren, der niemand unberührt lässt. Der aufgebrachte und rachsüchtige Hiro wird nach einem missglückten Showdown mit Professor Callaghan von Baymax wieder besänftigt. Und zwar durch Videobotschaften von Hiros Bruder Tadashi, die Baymax während seiner Testphase aufgenommen hat. Baymax bringt Hiro mit den Aufnahmen wieder auf den gerechten Weg und erinnert ihn an den guten Zweck, den Tadashi mit seinem Roboter ursprünglich geplant hatte. Right in the feels…

Platz 4:
Bambi: Bambis Mutter wird von Jägern erschossen

Ein Klassiker unter den traurigen Disney-Momenten. Für mich war es der erste Disney-Film, den ich im Kino besuchte und gleichzeitig ein Schock, den man wohl zu den schlimmsten Animationsmomenten der Filmgeschichte zählen kann. Obwohl man den Tod der Mutter nur im Off-Screen durch die Gewehrschüsse wahrnimmt, weiß der Zuschauer, dass für das Rehkitz nun alles anders sein wird und die schöne Zeit mit einem Schlag vorbei ist. Alles in allem ein großartiger Disney-Film, aber mit diesem unvergesslichen Moment hat das Studio seine Zuschauer auf eine harte Probe gestellt. Ich weiß selbst nicht, wie ich die Szene als Vierjähriger überwinden konnte. Vielleicht liegt es daran, dass Disney bei meinem zweiten Kinobesuch mit einer viel schlimmeren Szene meine Nerven als Fünfjähriger strapazierte. Aber mehr dazu gleich…

© Disney

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Platz 3:
Toy Story 3: Der Abschied von Andy
Wahrscheinlich der erste computeranimierte Film, der mir zum Schluss einen schönen Kloß im Hals verabreichte. Andy, der kleine Junge aus dem ersten Teil der „Toy Story“-Reihe, ist erwachsen geworden und geht nun aufs College. Bevor er jedoch einen neuen Lebensabschnitt beginnt, muss er sich von einem alten trennen. In einer herzzerreißenden Szene gibt er seine heißgeliebten Spielzeuge an das Nachbarsmädchen Bonnie ab und trennt sich somit metaphorisch von seiner Kindheit. Als er zu guter Letzt noch seinen absoluten Liebling Woody hergibt, ist Gänsehaut garantiert. Noch nie hat es ein Computeranimationsfilm geschafft, dass ein Abschied von etwas eigentlich Unbelebtem so schwer fällt.

Platz 2:
Der König der Löwen: Der Tod von König Mufasa
Da haben wir es. Das zweite, einschneidende Disney-Kinoerlebnis, das wahrscheinlich die meisten Kinder, welche Ende der 80er beziehungsweise Anfang der 90er geboren sind, traumatisiert haben dürfte. Der Tod von Simbas Vater durch den gewissenlosen Onkel Scar ist so hochemotional und tieftraurig, dass das Publikum, ähnlich wie Protagonist Simba, erstmal rat- und fassungslos mit dem Geschehenen zurückgelassen wird. Auf der visuellen und auditiven Ebene grandios inszeniert, lässt die tödliche und aufreibende Rettungsaktion Mufasas kaum einen Zuschauer kalt. Der emotionale Disney-Moment garantiert auch heutzutage noch Gänsehaut, dicke Klöße im Hals und Tränen en masse. Probiert es ruhig aus, I dare you. Nach diesem Trauma, welcher Moment kann denn da dem rechtmäßigen König den Platz auf dem Thron verwehrt haben?

Platz 1:
Oben: Die Lebensmontage von Carl und Ellie
Dieser traurige Disney-Moment macht im wahrsten Sinne des Wortes sprachlos. Pixar schafft es in „Oben“, die gemeinsamen Lebensjahre von Ellie und Carl Fredricksen in einer großartigen Montage ohne jeglichen Dialog darzustellen, beginnend mit der glücklichen Hochzeit bis zum tragischen Tod Ellies im hohen Alter. Was das Animationsstudio in diesen ersten (!) rund zwölf Minuten macht, ist einfach der reine Wahnsinn und ein Grund, warum wir Animationsfilme lieben. Die Vergänglichkeit der Zeit, unerfüllte Träume und der Verlust einer geliebten Person; all das schlägt uns Pixar bereits in der Exposition des Films um die Ohren. Leute, haltet die Taschentücher bereit, denn meiner Meinung nach hat kein Animationsfilm in kürzerer Zeit eine rührendere und wahrhaftigere Liebesgeschichte erzählt als „Oben“.

 Autor: Nicolai Gwiasta

Die traurigsten Disney-Momente der anderen Autoren:

Caren: Wenn Dumbos Mama ihren kleinen Sohn verteidigt und daraufhin eingesperrt wird. (Dumbo)
Carina: Die Anfangssequenz aus „Oben“ (Oben)
Markus: Baymax opfert sich: „Are you satisfied with your care?” (Baymax – Riesiges Robowabohu)

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