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WSM-Disney-Themenwochen: Die Top 5 der emotionalsten Disney-Songs

Disney-Filme bringen uns nicht selten zum Weinen (jetzt gebt es doch zu!). Mit dafür verantwortlich – wenn nicht sogar hauptsächlich – sind die wunderbar melancholischen und emotionalen Songs, die uns einen Schauer über den Rücken jagen und sämtliche Härchen auf der Haut zu Standing Ovations zwingen. Es muss aber nicht immer traurig sein, wie meine persönliche Top 5 beweist:

 © Disney

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Platz 5
Der König der Löwen: „Der ewige Kreis“ /„The Circle of Life“

„Naaaaaaaants ingonyamaaaaaa bagithi Babaaaa…“ Gänsehaut pur. Und wer hat früher nicht versucht, den Song mitzugröhlen, obwohl man keine Ahnung hatte, wie der afrikanische Text richtig geht. Meiner Meinung nach eine der besten Einstiegsszenen in einem Disney-Film: Die aufgehende Sonne über Afrika, die aufschreckenden Tiere, die sich langsam auf den Weg durch die wunderschöne, fast schon verwunschene Landschaft machen, um ihren zukünftigen König zu begrüßen, und dazu dieses Lied. Angeblich hat Elton John für die Komposition nur knapp 1,5 Stunden gebraucht, nachdem er den Text von Tim Rice bekommen hatte. Der Mann kanns halt einfach! „The Circle of Life“ war zwar für den Oscar als bester Song nominiert, „Can you feel the love tonight“ („Kann es wirklich Liebe sein“) aus demselben Film lief ihm allerdings den Rang ab.

Platz 4
Die Eiskönigin – Völlig Unverfroren: „Lass jetzt los“ / „Let it Go“

Ausbrechen, frei sein, sich selbst die Treue halten – als ich das Lied mit Mitte zwanzig (nicht mehr ganz innerhalb der primären Zielgruppe) zum ersten Mal gehört habe, war ich sofort mitgerissen. Es versprüht so viel Lebensenergie. Die Songwriter Kristen Anderson-Lopez und Robert Lopez schafften es, mit ihrem Stück den ganzen Filmplot über den Haufen zu werfen. Ursprünglich war die Figur von Elsa als typisch-konventioneller Disney-Bösewicht geplant. Aber der Song, der die Gefühle und Ängste eines ganz normalen Mädchens (okay, nicht ganz normal, sie kann zaubern) ausdrückt, sorgte dafür, dass Elsas Figur im Nachhinein komplett umgeschrieben wurde. Damit wurde „Die Eiskönigin“ zu einem Disney-Film, der so ganz anders ist als alle seine Vorgänger. Unter Homosexuellen wird „Let it go“ auch als Coming-Out-Hymne gefeiert.

Platz 3
Aladdin: „Ein Traum wird wahr“ / „Whole New World“

Eine meiner absoluten Lieblingsballaden. Und dazu diese traumhaft schönen Bilder. Als Kind wollte ich auch immer so einen fliegenden Teppich haben und damit die ganze Welt erkunden. Seinen Zauber gewinnt das Lied natürlich auch dadurch, dass es den Moment darstellt, in dem Aladdin und Jasmin sich ineinander verlieben. Auch „Whole new World“ gewann 1993 den Oscar für den besten Song sowie ein Jahr später den Grammy für den Song des Jahres.

Platz 2
Hercules: „Ich werd’s noch beweisen“/ „I Can Go the Distance“
„Ich hab oft geträumt, es wird einst geschehen, dass sich Leute freuen, dass ich bei ihnen bin.“ Das ist auf den ersten Blick so ziemlich der bescheidenste und damit traurigste Wunsch, den ich je gehört habe. Okay, mit dem Jubelchor wird Hercules dann ein bisschen anspruchsvoller, trotzdem muss man einfach Mitleid mit ihm haben. Wegen seiner unerklärlichen Kraft wird er von niemandem gemocht, alle gehen ihm aus dem Weg. Sogar der Esel fühlt sich in seiner Nähe unwohl. Als Halbgott drückt er mit seinem Lied eine alltägliche Angst aus, die auch nicht-göttliche Jugendliche kennen: Wer bin ich und wie finde ich meinen Platz in der Gesellschaft? Aber Hercules gibt den Mut nicht auf und zieht los, um ein wahrer Held zu werden. Mit jeder Zeile wird der Song treibender, bis man plötzlich kein Mitleid mehr empfindet, sondern Spannung, Aufregung, Zuversicht! Ja, natürlich schafft er das! Das muss er doch, bei der Fanfare! Genau wie der junge Hercules ist der Song ein kleiner Außenseiter. Als einziger in dieser Liste war er für keinen großen Preis nominiert. Bei mir hätte er es trotzdem fast bis an die Spitze geschafft.

Platz 1
Die Schöne und das Biest: „Die Schöne und das Biest“ / „Beauty and the Beast“

Der mit Oscar, Golden Globe und Grammy ausgezeichnete Song ist auch bekannt unter dem Namen „Tale as old as Time“ bzw. „Märchen schreibt die Zeit“. Dieses Lied kann ich bis heute rauf und runter hören (tue ich in diesem Moment), und mir wird dabei nie langweilig. Es klingt so träumerisch leicht und man hat dabei immer das tanzende Paar vor Augen. Gesungen wurde das Stück von der Schauspielerin Angela Lansbury. Sie war zu Beginn skeptisch, ob ihre alternde Stimme wirklich zum Song passt und nahm das Lied nur als Ersatzstück auf, falls sich niemand anderes dafür finden sollte. Aber ihre Performance im Studio war so ergreifend, dass ihre Version letztendlich im Film verwendet wurde. Das Besondere: Lansbury nahm den Song in nur einem Take auf.

Autorin: Carina Diener

Die emotionalsten Songs der anderen Autoren:

Caren: „Ich will keinen Mann“ / „I Won‘t Say I´m in Love“ (Hercules)
Markus: „Vuelie“ (Die Eiskönigin – Völlig Unverfroren)
Nico: „Als mich jemand liebte“ / „When She Loved Me“ (Toy Story 2)

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