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WSM-Disney-Themenwochen: Die Top 5 der Disney-Hauptfiguren

Ein Spielzeugcowboy? Ein Rennauto? Ein verwaister Löwenjunge? Eine Prinzessin, die die Fähigkeit hat, alles in Eis zu verwandeln? Die Hauptfiguren der Disney-Filme decken ein ziemlich großes Spektrum an Kuriositäten ab. Doch egal ob starke Frauenfigur oder scheinbar unbedeutender Underdog: Sie alle wachsen nach Voglers Heldenreise über sich hinaus, fordern bestehende Strukturen mutig heraus und bescheren somit den Zuschauern Animationsmomente für die Ewigkeit. Lest hier mal meine persönliche Liste zu Disneys besten Hauptfiguren. Viel Spaß!

© Disney

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Platz 5
Die Eiskönigin – Völlig Unverfroren: Anna
Keine Frage. Mit den Protagonistinnen Anna und Elsa aus „Die Eiskönigin“ kam endlich mal ein bisschen frischer Wind ins leicht angestaubte Frauenbild von Disney. Gerade bei Anna finde ich es schön, wie sich Disney zu Beginn des Films selbst ein wenig auf den Arm nimmt. Die Disney-Traditionen der Liebe auf den ersten Blick beziehungsweise das Warten auf den edlen Prinzen werden mit Annas anfänglicher Naivität herrlich durch den Kakao gezogen. Besonders die Dialoge mit Kristoff über vorzeitige Eheschließungen sind zum Schießen. Im Laufe des Films entwickelt sich die sympathische Heldin mit den braunen Haaren jedoch, ähnlich wie ihre Schwester Elsa, zu einer starken und gereiften Frauenfigur, die erkennt, dass es keinen Prinzen bedarf um ein wahrhaft glückliches Leben zu führen.

Platz 4
Der König der Löwen: Simba
Simba war während meiner Kindheit definitiv mein Lieblings-Disney-Protagonist. Das ging sogar so weit, dass ich ihn beim „Hakuna-Matata-Lauf“ auf dem Baumstamm im Wohnzimmer regelmäßig nachspielte. Obwohl einem die Aufmüpfigkeit des Lausebengels anfangs ganz schön auf die Nerven gehen kann, empfindet der Zuschauer spätestens ab dem tragischen Moment des Films Empathie und Sympathie für den Löwenjungen. Man trauert mit ihm um seinen Vater, freut sich mit ihm über neu geschlossene Freundschaften sowie wieder entdeckte Liebesgefühle und bangt mit ihm beim finalen Kampf gegen den durchtriebenen Onkel Scar. Wenn er diesen dann bezwingt und siegreich vom Königsfelsen brüllt, weiß man: Aus dem einst verspielten Schlitzohr ist ein gerechter und rechtmäßiger König geworden.

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Platz 3
Findet Nemo: Marlin
Ganz klar eine der mutigsten Disney-Hauptfiguren. Marlin, eigentlich ein ziemlich ängstlicher Clownfisch, hat nach der Entführung seines einzig verbliebenen Sohnes Nemo nur ein Ziel: Der Sohnemann muss um jeden Preis gerettet werden! Auf seiner Odyssee um die halbe Welt riskiert der sorgsame Vater alles, um seinen Schützling aus den Glaswänden eines australischen Zahnarzt-Aquariums zu befreien. Nichts und niemand hält den Clownfisch auf. Keine Vegetarier-Haie, keine Quallen-Armada, kein riesiger Blauwal. Noch nicht mal die genial nervige Sidekick-Fischdame Dorie, die Marlin regelmäßig zur Weißglut bringt. Kein Ozean ist zu groß und kein Weg zu riskant. Durch seine selbstlose Rettungsaktion genießt der furchtlose Papa sowohl unter den Meeresbewohnern als auch unter den Helden des Disney-Universums einen regelrechten Legendenstatus. Du hast ihn dir redlich verdient, Marlin.

Platz 2
Alles steht Kopf: Freude

Gerade noch in Rileys Oberstübchen und auf der Kinoleinwand zu bewundern, hat es sich diese optimistische Protagonistin kurzerhand auf dem zweiten Platz der besten Hauptfiguren gemütlich gemacht. Es ist tatsächlich eine wahre Freude, ihr beim Rumwuseln durch Rileys mentales Innenleben zuzuschauen. Seit Langem hat mich keine Hauptfigur in einem Animationsfilm derart begeistert wie Freude aus „Alles steht Kopf“. Im Gegensatz zu den ebenfalls grandiosen Arbeitskollegen Wut, Ekel, Kummer und Angst sprüht dieser quirlige Freigeist vor einer Lebensenergie, die geradezu ansteckend ist. Neben ihrer Hauptaufgabe, sich um Rileys Wohlempfinden zu kümmern, sorgt sie deshalb nebenbei auch noch dafür, dass der Zuschauer aus dem Grinsen gar nicht mehr herauskommt. Pete Docter, vielen Dank für diese tolle Figur und einen der originellsten Animationsfilme aller Zeiten!

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Platz 1
Wall-E – Der Letzte räumt die Erde auf: Wall-E
Naja, ein bisschen dreckig ist der Kleine ja schon. Und der Jüngste ist er auch nicht mehr. Aber ein Blick in diese austauschbaren Kulleraugen genügt und man schmilzt förmlich dahin. Mit der Figur des Wall-E ist Disney und Pixar wahrlich etwas Großartiges gelungen. Gerade einmal mit einer Handvoll Wörter ausgestattet, schafft es Wall-E, alle Sympathien auf seine Seite zu ziehen. Man schließt den tollpatschigen Müllroboter, der einsam auf der Erde seine Kreise zieht und Hochhäuser aus Müllwürfeln baut, direkt in sein Herz und hofft inständig, dass seine Mühen um die technisch weiterentwickelte Roboter-Dame Eve zum Erfolg führen. Die zunächst vergeblichen Annäherungsversuche und Wall-E´s ungeschickte Art lassen ihn zwar auf den ersten Blick bemitleidenswert erscheinen, aber dennoch entwickelt sich der kleine Underdog im Laufe des Films zum großen Helden. Nicht nur für seinen Love Interest, sondern für die gesamte Menschheit.

Autor: Nicolai Gwiasta

Die Lieblings-Hauptfiguren der anderen Autoren:

Caren: Mulan (Mulan)
Carina: Elsa (Die Eiskönigin – Völlig Unverfroren)
Markus: Remy (Ratatouille)

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