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Wir sind im Bilde: Halbwissen, Gerüchte, Kurzinfos

Liebe Leser! Da der Trash Talk heute leider ausfällt, gibt’s nun in Form dieses literarischen Produkts einen knappen Filmnews-Rundumschlag, sodass wir im kommenden Trash Talk erstens nichts vergessen und zweitens nicht eine Stunde lang Infos vorlesen müssen. In diesem Sinne: Checkt aus, was euch interessiert. Ich hab da im Netz so einiges gefunden.

„The Hateful Eight“: Tarantino hat sich’s wohl doch anders überlegt: Sein geleaktes Drehbuch befindet sich nun doch wieder auf dem besten Weg, verfilmt zu werden. Und das womöglich mit den Leuten, die bei der Lesung des Skripts im April 2014 am Start waren: Bruce Dern, Michael Madsen, Samuel L. Jackson, Kurt Russell, Amber Tamblyn, Zoe Bell, James Remar und Walt Goggins. Lediglich die Beteiligung von Tim Roth scheint noch unklar zu sein. Im November 2014 sollen angeblich schon die Dreharbeiten in Wyoming beginnen. Wir bleiben gespannt, ob Quentin seine Quasi-Trilogie nun also doch mit einem erneuten Western (nach einem halben und einem ganzen) abschließen wird.

„Ant-Man“ und Edgar Wright: Das erste „Ant-Man“-Abenteuer hat sich mittlerweile als ziemliches Problemkind für die Marvel Studios herausgestellt. Nach dem Ausscheiden von Edgar Wright gibt es gefühlt täglich neue Informationen über die Motive, die hinter seinem Verlassen des Projekts stehen. Und es werden immer neue Regie-Kandidaten in den Topf geworfen: Rawson Thurber („Wir sind die Millers“), Adam McKay („Anchorman“), Ruben Fleischer („Zombieland“), dann zusätzlich noch Michael Dowse („Goon“), Nicholas Stoller („Bad Neighbors“), Peyton Reed („Der Ja-Sager“) und David Wain („Vorbilder“). Im Endeffekt hat sich Marvel nun für Reed entschieden, McKay wird allerdings am Drehbuch mitschreiben. Edgar Wright indes hat bereits einen neuen Film in der Pipeline, pikanterweise aber für den Marvel-Mutterkonzern: Disney! Das Projekt mit dem Titel „The Night Stalker“ stand bereits seit längerem auf seinem Plan, Johnny Depp ist für die Hauptrolle vorgesehen. Ob dieser allerdings wie geplant die Rolle des Reporters Carl Kolchak, der es in Las Vegas mit einem Mörder und allerlei übernatürlichen Wesen aufnimmt, übernehmen wird, ist aktuell fraglich, da der Darsteller z.B. noch „Fluch der Karibik 5“ auf der Agenda stehen hat. Da dieser aber ebenfalls unter Disney-Flagge in See sticht, könnte hier womöglich eine Einigung erzielt werden. Warum Wright tatsächlich aus dem „Ant-Man“-Projekt ausgestiegen ist, wissen allerdings wohl nur er selbst und die Verantwortlichen bei Marvel und Disney. Es sei nur so viel gesagt: Bereits Kenneth Branagh geriet mit den Chefs aneinander, als es um die Postproduktion von „Thor“ ging und Patty Jenkins wurde ja bekanntlich vom Regiestuhl vertrieben, so dass im Endeffekt Alan Taylor „Thor – The Dark Kingdom“ übernahm. Kreative Differenzen, Drehbuch-Umschreibungen, Entscheidungen, die nicht im Kollektiv und damit nicht in Übereinstimmung getroffen worden sind: Die Liste potenzieller Probleme bei „Ant-Man“ scheint lang zu sein. Hat Wright zu hoch gepokert? Ist Kevin Feige mittlerweile doch eher zum raffgierigen Producer geworden und nicht der Comic-Fanboy, für den wir ihn alle bisher gehalten haben? Fest steht: Marvel hat mit den „Avengers“-Filmen eine Vision. Einen Plan. Und der wird eingehalten. So wie in George Nolfis „The Adjustment Bureau“. Denn so will es der Showrunner – Kevin Feige.

„Star Wars“: Wo wir gerade bei der Frage waren, ob Mr. Feige zur dunklen Seite der Macht übergetreten ist: es gibt natürlich „Star Wars“-News! Oscar-Preisträgerin Lupita Nyong’o und „Game of Thrones“-Mimin Gwendoline Christie stoßen zum Cast von „Episode VII“ dazu. Zusätzlich wurde mit Josh Trank nun endlich ein weiterer Regisseur für eines der geplanten Spin-Offs bekannt gegeben. Wenn man den Hollywood-Insidern Glauben schenken darf, dann inszeniert Gareth Edwards das „Boba Fett“ Spin-Off, Trank das als „Solo“ betitelte sowie ein bisher noch nicht genannter Regisseur eines, das auf den Namen „Red Five“ hört (eingefleischte Fans erinnern sich dabei u.a. an Lukes Rufzeichen in „Episode IV“ bei der finalen Schlacht). Vorgesehene Starts sind 2016, 2018 und 2020. Dass Trank ziemlich awesome ist, hat er 2012 mit seinem Spielfilmdebüt „Chronicle – Wozu bist du fähig“ eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Dass er auch ein Star-Wars-Fanboy ist, hat er bereits 2007 mit diesem amüsanten Clip auf YouTube bewiesen (der Uploader hieß zwar Joshua Trank, mit fast 100%iger Wahrscheinlichkeit ist es aber der heute unter dem Namen Josh Trank firmierende Regisseur):

Außerdem wurden Bilder geleakt, die den „Millenium Falcon“ zeigen. J.J. Abrams reagierte daraufhin äußerst amüsant mit folgendem Bild (Anmerkung hierzu: Der Tisch gehört zum Inventar von Han Solos Weltraumschrottkiste):

„Jupiter Ascending“: Traurige News für alle Wachowski-Fans. Das Kino-Release wurde ganz kurzfristig auf Februar 2015 verschoben, inoffizielle Meldungen besagen, dies sei auf Probleme bei der Fertigstellung der Effekte zurückzuführen. Sofern es also dem Gesamt-Werk zugutekommt nehme ich gerne sieben Monate Wartezeit in Kauf. Aber dann wird’s echt Zeit!

„Guardians of the Galaxy“: Josh Brolin wird dem Titanen Thanos in „Guardians of the Galaxy“ seine Stimme leihen.

„Doctor Strange“: Scott Derrickson („Der Exorzismus von Emily Rose“, „Der Tag, an dem die Erde still stand“, „Sinister“, „Erlöse uns von dem Bösen“) scheint wohl für den Regieposten des geplanten „Doctor Strange“-Film bestätigt worden zu sein. Schade für Jonathan Levine, aber sicherlich keine schlechte Wahl. Außerdem schien zuerst Oscarpreisträger Jared Leto ganz oben auf der Wunschliste für die Besetzung der Hauptrolle zu stehen. Marvel selbst tendiert mittlerweile allerdings zu Tom Hardy oder Benedict Cumberbatch. Start ist 2016.

„Batman v Superman: Dawn of Justice“: Das Warner-DC-Universum soll laut Kevin Smith eine einzige riesige Geschichte erzählen. Das Duell der Giganten soll demnach kein „Man of Steel 2“ werden, sondern den Beginn der epischen Storyline markieren, die dann nach weiteren Filmen im Zusammenschluss der Justice League endet. Insgesamt soll es also fünf bis sechs Filme geben, die das „Justice League“-Universum etablieren und ausbauen. Die Gerüchteküche hat zudem noch eine Casting-Meldung in petto: angeblich soll Emily Blunt eine Rolle in „Batman v Superman“ übernehmen, Näheres dazu sollten wir wohl in Kürze erfahren.

Tusk: Apropos Kevin Smith: Sein absonderliches Projekt „Tusk“ nimmt endlich blutige Konturen an: Zum von Justin Long gespielten Mensch-Walross-Hybrid hat er kürzlich ein Bild gepostet, um seinem Hauptdarsteller auf diesem Wege zum Geburtstag zu gratulieren.

„Stargate“: Roland Emmerich nimmt sich seines Films aus dem Jahr 1994 an und inszeniert eine Reboot-Trilogie für MGM und Warner. Zuvor wird er allerdings „Stonewall“, sein Drama über die homosexuelle Community und deren Streben nach Gleichberechtigung sowie „Independence Day 2“ inszenieren.

„World War Z 2″: Neben Brad Pitt als erneutem Hauptdarsteller und Juan Antonio Bayona („Das Waisenhaus“, „The Impossible“) als Regisseur ist nun Steven Knight als Drehbuchautor bekannt gegeben worden (Drehbuch zu „Eastern Promises – Tödliche Versprechen“, Regie und Drehbuch zu „Redemption“ und „Locke“/“No Turning Back“).

Karlheinz Böhm: Der Mime, der als Kaiser Franz in der „Sissi“-Trilogie und als Hauptdarsteller in John Powells „Peeping Tom – Augen der Angst“ Filmgeschichte geschrieben hat, ist am 29.5. im Alter von 86 Jahren verstorben. Mit seiner humanitären Arbeit im Zuge seiner Hilfsorganisation „Menschen für Menschen“ und seinem diesbezüglichem Engagement in Äthiopien hat er sich zudem als wahrer Philanthrop und Menschenfreund bewiesen. Ruhe in Frieden.

„Metal Gear Solid“: Scheint die Realverfilmung des Kult-Videospiels endlich in die Gänge zu kommen? Favorit für den Regieposten ist der Indie-Regisseur Jordan Vogts-Roberts, der im TV-Bereich von sich reden machte („Mash Up“, „Death Valley“) und letztes Jahr sein Regiedebüt „The Kings of Summer“ inszenierte. Als Produzent ist wohl Avi Arad mit von der Partie, der mit den „Fantastic Four“-Filmen, der ersten „X-Men“-Trilogie und allen bisherigen „Spider-Man“-Filmen über genügend Blockbuster-Expertise verfügen sollte.

„Pacific Rim 2″: Legendary-Pictures-Chef Thomas Tull scheint gewillt zu sein, eine Fortsetzung zu Guillermo del Toros episch-spaßigem „Monster vs. Roboter“-Gekloppe zu produzieren. Die rund 220 Millionen US-Dollar Gewinn (190 Mio Produktion, 411 Mio weltweit eingespielt) seien ein starkes Ergebnis gewesen und das weltweite Einspiel lag beispielsweise höher als das von vergleichbaren ersten Filmen aus anderen Franchises (z.B. „Batman Begins“, „X-Men“). Zusätzlich habe „Pacific Rim“ bei der DVD-/BluRay-/VOD-/Videotheken-Auswertung sowie beim Merchandising hohe Gewinne einfahren können. Das Sequel scheint also auf dem besten Weg zu sein. Die Autoren Travis Beacham und del Toro haben ohnehin schon am Skript gewerkelt, daher könnte es mit etwas Glück sogar ganz schnell mit der Produktion vorangehen.

„Avatar“ 2/3/4: Die drei Fortsetzungen zum erfolgreichsten Film aller Zeiten sollen simultan gedreht werden, weshalb sie auch simultan geschrieben worden sind, da nacheinander zu viel Zeit verloren gegangen wäre: Daher haben alle drei Autoren-Teams zuerst nach fünfmonatiger gemeinsamer Arbeit den selben Wissenstand erworben, um dann letztendlich zu erfahren, welches Team welches Skript verfassen soll. Die Autorenrunde besteht neben Regisseur James Cameron noch aus Shane Salerno („Armageddon“, „Savages“, „Hawaii Five-O“), Josh Friedman („Krieg der Welten“, „Terminator: SCC“) und dem Ehepaar Amanda Silver/Rick Jaffa („Planet der Affen – Prevolution“). Drehbeginn soll angeblich noch im Jahr 2014 sein, die Release-Termine sind für 2016, 2017 und 2018 geplant.

„Jurassic World“: Und immer lockt die Kohle! Nicht nur, weil „Jurassic World“ nun inszeniert wird, sondern auch weil nun bekannt geworden ist, dass es sich eben genau darum (mal wieder) im vierten Teil der „Jurassic Park“-Reihe dreht: John Hammonds Traum ist endlich Wirklichkeit geworden, der Dino-Park hört nun auf den Namen Jurassic World und garantiert Millionen-, wenn nicht sogar Milliardengewinne. Natürlich sind da die Dollar-Zeichen in den Augen größer als die Fragezeichen (bzgl. Sicherheit) in den Köpfen der Verantwortlichen. Aber was wäre ein „Jurassic Park“-Titel ohne die Chaostheorie? Natürlich geht im Laufe der Handlung wieder mal alles drunter und drüber. Mittendrin: Chris „Star Lord“ Pratt, Bryce Dallas Howard und Vincent D’Onofrio. Kinostart 11. Juni 2015.

„Ghostbusters 3″: Ruben Fleischer („Zombieland“, „Gangster Squad“) gilt aktuell als heißer Kandidat für den Regiestuhl.

„Cliffhanger:“ Sogar Renny Harlins Bergsteiger-Actionfilm mit Sly Stallone aus dem Jahr 1993 bekommt nun ein Remake, Neal H. Moritz wird produzieren (u.a. bekannt für die „Fast & Furious“-Reihe).

„Divergent“: Die Fortsetzung „Insurgent“ bekommt schauspielerischen Zuwachs in Form von Naomi Watts („Mulholland Drive“, „21 Gramm“) und Daniel Dae Kim („Lost“, „Hawaii Five-O“). Miss Watts wird uns auch in „Allegiant 1.1″ und „Allegiant 1.2″ noch erhalten bleiben.

„The Stand“: Gute News für Stephen-King-Fans! Regisseur Josh Boone verspricht ein brutales dreistündiges Epos mit Top-Besetzung (bisher ist allerdings nur Boones Stammdarsteller Nat Wolff offiziell bestätigt). Boone, der sich selbst als King-Verehrer bezeichnet, verspricht eine „Rated R“-Adaption und keine weichgespülte PG-13-Fassung, demnach dürfte wohl auch der bekannte King-Splatter seinen Weg in die Filmversion finden.

Tracy Morgan: Der Star-Comedian aus „30 Rock“ ist am Samstag (7.6.14) mit weiteren sieben Menschen in einen schwerwiegenden Verkehrsunfall verwickelt worden, der bereits ein Todesopfer gefordert hat. Die sieben Überlebenden kamen ins Krankenhaus, Morgan selbst befindet sich dort aktuell auf der Intensivstation. Wir drücken die Daumen, dass alles glimpflich ausgehen möge und senden hiermit unsere Genesungswünsche an alle Beteiligten.

Kinostarts:
The Wind Rises/Wie der Wind sich hebt (Hayao Miyazaki): 17. Juli 2014
The Raid 2 (Gareth Evans): 24. Juli 2014
Viel Lärm um Nichts (Joss Whedon): 24. Juli 2014.
Die Legende von Prinzessin Kaguya (Isao Takahata): 20. November 2014
Alice im Wunderland 2 (James Bobin): 26. Mai 2016

Autor: Markus Schu

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