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Was macht eigentlich #9 Werner Herzog

Bei dem produktiven Werner Herzog ist es zwar noch nicht so lange her, dass ein Film von ihm in den Kinos erschienen ist (seine letzten Spielfime „Bad Lieutenant – Cop ohne Gewissen“ und „My Son, My Son, What Have Ye Done?“ beide im Jahr 2009; seine aktuellsten Dokus „Die Höhle der vergessenen Träume“ und „Into the Abyss“ im Jahr 2010 bzw. 2011), aber dennoch denke ich, dass es auch interessant ist, zu erfahren, welche neuen Projekte das exzentrische Genie zur Zeit in der Produktions-Pipeline hat. Zum Einen wäre da „Queen of the Desert“, ein Biopic über Gertrude Bell, die u.a. als Archäologin und Kartographin im Dienste des Britischen Empires gemeinsam mit T.E. Lawrence dazu beitrug, die Dynastie der Haschimiten im Irak und in Jordanien zu etablieren.

Das Projekt ist mit Naomi Watts in der Titelrolle und Robert Pattinson als Lawrence von Arabien (kein Witz!) prominent besetzt, Jude Law wurde gerade als weiteres Cast-Mitglied bestätigt. Wann die Dreharbeiten beginnen sollen, steht allerdings noch nicht fest. Zum Anderen wird Herzog den Roman „Vernon God Little“ von DBC Pierre für die Leinwand adaptieren. Das zynische, schwarz-humorige Werk setzt sich kritisch mit Amokläufen an Schulen und vor allem deren Wahrnehmung und Inszenierung in Gesellschaft und Medien auseinander. Mit dem Thema Todesstrafe wird er sich außerdem nach „Into the Abyss“ erneut in „Death Row“ beschäftigen. Als Schauspieler wird er zudem in Christopher McQuarries (Drehbuch-Oscar 1996 für Bryan Singers „Die üblichen Verdächtigen“) Tom-Cruise-Action-Vehikel „Jack Reacher“ Anfang 2013 als Antagonist auf der Leinwand zu bestaunen sein.

Prognose:

Volles Programm für Germany’s Good Old Werner! Der 70 Jahre alte Münchner zeigt sich kein bisschen müde und hat wieder enorm viele unterschiedliche Filme am Start. Außer bei „Jack Reacher“ (03. Januar 2013) steht allerdings bei keinem seiner aktuellen Projekte ein deutscher Starttermin fest und das obwohl beispielsweise „Death Row“ bereits auf der diesjährigen Berlinale, als vierteilige Dokuserie im britischen TV (März 2012) und in amerikanischen Kinos als „On Death Row“ (ebenfalls März 2012) gezeigt worden ist. Besonderes Augenmerk werde ich in nächster Zeit vor allem auf „Queen of the Desert“ legen. Vielleicht gelingt es ja unserem deutschen Vorzeige-Regisseur die wundervolle Naomi Watts endlich zu Oscar-Ehren zu führen. Es wäre ihr zu wünschen.

Autor: Markus Schu

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