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Teenage Mutant Ninja Turtles: Out of the Shadows (2016) Review

© Paramount Pictures

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Cowabunga! Unsere vier mutierten Lieblingsschildkröten sind zurück! In ihrem nunmehr sechsten Abenteuer auf der großen Leinwand stellen sich Leonardo (Pete Ploszek), Donatello (Jeremy Howard), Raphael (Alan Ritchson) und Michelangelo (Noel Fisher) abermals ihrem Erzfeind Shredder (Brian Tee), der im zweiten Film der Reboot-Reihe allerdings noch von verschiedenen Schergen unterstützt wird, die von Fans der Turtles zwar schon in den Comics und den animierten Serien bewundert werden konnten, jedoch noch nie in einem Langspielfilm. Mit Dave Green hat man auch einen Regisseur gefunden, der bislang noch nicht groß in Erscheinung getreten ist, aber rein vom Namen her wie die Faust aufs Auge passt.

Green ist mit „Teenage Mutant Ninja Turtles: Out of the Shadows“ ein durchaus unterhaltsames Actionspektakel gelungen, das seine vier Schildkröten gelungen in Szene setzt und dabei mit lockeren Sprüchen über Popkultur, Pizza und Skateboarding sympathisch punkten kann. Mittlerweile hat man sich zudem an das neue Design der Turtles gewöhnt, so dass der Film auch optisch etwas hergibt. Natürlich ist das Ganze überwiegend CGI-Gekloppe, aber wir haben es hier auch mit vier mutierten Schildkröten zu tun, die gegen andere Mutanten kämpfen, von daher geht das schon in Ordnung, wenn der eine oder andere Effekt künstlich wirkt. Die Action-Setpieces, an denen die Turtles beteiligt sind, funktionieren allesamt wunderbar, sind gekonnt in Szene gesetzt und nicht zuletzt durch die locker-flockigen One-Liner sehr unterhaltsam.

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Zu Shredder gesellen sich diesmal nicht nur die beiden Mutanten und ehemaligen Straßenpunks Bebop (Gary Anthony Williams) und Rocksteady (Sheamus), sondern auch Oberbösewicht und Superhirn Krang (Brad Garrett) aus der Dimension X. Diese sind allesamt Highlights des Films und stellen Shredder – auch bedingt durch den Plot – in den Schatten. „TMNT 2“ versucht dabei, so viele Charaktere des Turtles-Universums in den Film einzubringen, wie es nur geht, was gerade bei den Antagonisten gut gelungen ist, da jeder seine spezielle Aufgabe in der Bösewicht-Hierarchie und somit auch im Plot hat. Allerdings gibt es ja noch weitere, menschliche Charaktere wie April O’Neil (Megan Fox), Vern Fenwick (Will Arnett) und den Fanliebling Casey Jones (Stephen Amell), die allesamt im Film zu viel Raum einnehmen. Natürlich verlangt niemand, dass April O’Neil nur als Jungfrau in Nöten oder Vern Fenwick einfach als trotteliger Angsthase auftritt, wie in der einen oder anderen Vorlage, aber spätestens im Endkampf wäre es dann einfach an der Zeit gewesen, das Feld zu räumen und den vier Schildkröten allein die Bühne zu überlassen. So wirkt „TMNT 2“ dann letztendlich doch ein wenig überfrachtet und krankt daran, dass man zu vielen Charakteren zu viel Raum in einem Film verschaffen wollte, dessen simpler Plot das einfach nicht hergibt.

„Teenage Mutant Ninja Turtles: Out of the Shadows“ ist sicherlich keine Offenbarung und kann auch den bislang recht enttäuschenden Blockbuster-Sommer nicht im Alleingang retten. Jedoch ist der Film unterhaltsames Popcorn-Kino, dass eine andere Farbe (grün?!) in die doch etwas gleichförmige Kinolandschaft bringt; und dies, obwohl es sich wiederum um eine Comic-Verfilmung handelt. Nächstes Mal weniger Menschen, einen besseren Shredder, mehr Krang sowie geballte Turtles-Power und wir haben einen richtig guten Film.

Autor: Torsten Stenske

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