Ein Kommentar

Random Movie Wisdom #9 – Academy Awards „Oscar“ Special

-Der Award wurde am 12. Februar 1929 vom damaligen Präsidenten der MGM Studios, Louis B. Mayer, ins Leben gerufen und hieß anfänglich „Academy Award of Merit“.

-Die Grundidee hinter der Preisverleihung war die Rückführung der allgemeinen Aufmerksamkeit auf das amerikanische Filmschaffen, welches in den 20er Jahren durch Erfindungen wie das Radio und die Gründungen von Schauspieler- und Produzentengewerkschaften, in einer Krise mit sinkenden Umsatzzahlen steckte.

-Im Jahr 1933 fand keine Oscarverleihung statt, da man sich entschlossen hatte den bisher uneinheitlichen Nominierungszeitraum (bis zu 2 Jahre zuvor produzierte Filme) auf ein Jahr zu begrenzen.

-Anfangs wurden die Gewinner noch vor der Verleihung bekannt gegeben. Erst seit 1941 werden die Namen der Preisträger in versiegelten und notariell beglaubigten Umschlägen verschlossen gehalten. Dies geschah, um den Entertainmentcharakter und damit das öffentliche Interesse der Show zu steigern.

-Die erste Auszeichnung ging in der Kategorie Bester Hauptdarsteller an den deutschen Schauspieler Emil Jannings für seine Rolle in „Der Weg allen Fleisches“ von 1927 unter der Regie von Victor Fleming. Dieser Film gilt bis heute als der einzig oscarprämierte verschollene Film. Auch von der Aufzeichnung der Übergabe gibt es keine Kopien mehr. Jannings ist bis heute der erste und bisher einzige deutsche Schauspieler, der den Oscar in dieser Kategorie gewann.

-Um als „Spielfilm“ zu der Oscarverleihung zugelassen zu werden, muss ein Film folgende Spezifikationen aufweisen:
1. Er muss zwischen dem 1. Januar und dem 31. Dezember des vorangegangen Jahres im Gebiet von Los Angeles County mindestens sieben Tage lang in einem öffentlichen Kino gegen Entgelt gezeigt werden.
2.Er muss eine Mindestspielzeit von 40 Minuten aufweisen.
3.Er muss als 70-mm-Kopie oder als 24-Bilder-Digitalkinoformat gezeigt werden.
Auch nicht US-Amerikanische Filme können sich durch diese Regelung, außerhalb der Kategorie des besten ausländischen Films qualifizieren.

-Die Herkunft des Namens „Oscar“ ist bis heute nicht wirklich bestimmt. Es gibt vier potenzielle Ursprünge, welche aber alle umstritten sind. Fest steht, dass Walt Disney bei der Verleihung 1932 sich für seinen „Oscar“ bedankte, in dem Glauben dies sei der offizielle Name.

-Die Oscarstatue ist 34,29 cm groß und besteht aus einer Nickel-Kupfer-Silber-Legierung und wiegt ewa 3,85 kg. Die Haut besteht aus 24-karätigen dünnen Blattgold, womit der Wert einer Statue bei etwa 300$ liegt. Die Namen der Preisträger werden erst nach der Verleihung in den Sockel graviert.

-Als „Big Five“ werden die fünf wichtigsten Kategorien bezeichnet: Bester Film, beste Regie, bester Hauptdarsteller, beste Hauptdarstellerin sowie die Drehbuchsparten Adaptiertes-/ Originaldrehbuch. Bisher schafften es nur drei Filme alle fünf Trophäen zu bekommen: Es geschah in einer Nacht (1934), Einer flog über das Kuckucksnest (1975) und Das Schweigen der Lämmer (1991).

-Es gibt vier ehemalige Kategorien, die heute aber nicht mehr ausgezeichnet werden: Beste Regieassistenz bis 1938, Beste Tanzregie bis 1938, beste Originalgeschichte bis 1957 und den Jugendpreis für Kinderdarsteller (Juvenile Award) bis 1964.

-Martin Scorsese war bis zum Jahr 2007 bereits drei mal als Bester Regisseur nominiert, verlor aber immer gegen Filme, in welchen der Hauptdarsteller gleichzeitig der Regisseur war: Wie ein wilder Stier verlor 1980 gegen Robert Redford’s Eine ganz normale Familie, GoodFellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia 1990 gegen Kevin Costner’s Der mit dem Wolf tanzt und Aviator 2004 gegen Clint Eastwood’s Million Dollar Baby. 2007 gewann er dann schließlich mit dem Remake The Departed (Original: Infernal Affairs 2002). Präsentiert wurde ihm der Oscar von seinen langjährigen Freunden Francis Ford Coppola, Steven Spielberg und George Lucas.

-Katharine Hepburn wurde mit 4 Oscars am häufigsten als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet. Jack Nicholson und Walter Brennan erhielten jeweils drei Oscars als beste Hauptdarsteller.

-Am Wendepunkt (1977) und Die Farbe Lila (1985) wurden jeweils für 11 Kategorien nominiert, gingen aber beide leer aus und gelten daher als die größten Oscarverlierer.

-Die Rekordhalter mit jeweils elf Oscars sind Ben Hur 1959 (12 Nominierungen), Titanic 1997 (14 Nominierungen) und Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs 2003 (11 Nominierungen).

-Die Herr der Ringe Trilogie ist bis heute die erfolgreichste Filmreihe mit 17 Auszeichnungen bei 30 Nominierungen.

-John Williams, Komponist von Filmscores wie zum Beispiel Der Weiße Hai, Star Wars und E.T. ist mit 5 Preisen und 45 Nominierungen die am häufigsten nominierte, derzeit noch lebende Person.

-Die älteste Gewinnerin als beste Hauptdarstellerin war die 80-jährige Jessica Tandy für Miss Daisy und ihr Chauffeur 1989. Die älteste nominierte Person als beste Nebendarstellerin war die 87-jährige Gloria Stuart für Titanic 1997.

-Bob Hope moderierte 17 mal und damit bis heute am häufigsten die Verleihung, gefolgt von Billy Crystal, welcher 8 mal den Job übernahm.

-In der Geschichte der Verleihung gab es bis heute lediglich drei weibliche Moderatoren: Whoopi Goldberg (viermal seit 1994) und 2007 Ellen DeGeneres. Im Jahr 2011 gab es eine weiblich/männliche Co-Moderation mit James Franco und Anne Hathaway.

Abschließend präsentiere ich noch Roberto Benigni´s Oscar für den besten fremdsprachigen Film 1999 „Das Leben ist schön“. Selten hat in meinen Augen jemand einen Oscar mehr verdient als er.
Seine Reaktion spricht Bände…

Abschließend geht es wieder um den Titel “Trivial Movie Mastermind”:

1. Aus welchem Film stammt folgendes Bild?

2. In welchem Film spielte Elijah „Frodo” Wood mit Macauly „Kevin” Culkin zusammen?

3. Nennt mindestens 2 Filme von Oliver Stone in denen es nicht um die amerikanische Politik oder Gesellschaftskritik geht.

One Response to “Random Movie Wisdom #9 – Academy Awards „Oscar“ Special”

  1. 1
    David Spade Says:

    1. Thank you For Smoking ?
    2. Spielt nicht Wood den Cousin der sich immer einpisst? Also in Kevin allein zu Haus? Wäre aber wohl zu einfach. Deswegen nehme ich Richie Rich
    3. An jedem verdammten Sonntag (mit Aaron Eckhart), zählt Savages?,
    Ansonsten natürlich Alexander ;)

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