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Homefront (2013) Review

Nach einer Undercover-Operation bei einer Biker-Gang zieht sich Agent Phil Broker (Jason Statham) aus dem Geschäft zurück und sucht seine Ruhe auf einer Ranch in der Nähe einer kleinen beschaulichen Stadt. Als seine Tochter Maddy (Izabela Vidovic) in der Schule dem Ober-Bully das Nasenbein bricht, beginnt eine Auseinandersetzung mit den Eltern des Jungen, Cassie und Jimmy Klum (Kate Bosworth & Marcus Hester). In deren Verlauf wird auch „Gator“ Bodine (James Franco) mit hineingezogen, der nicht nur der Onkel des Jungen, sondern zugleich auch der lokale Meth-King ist.

Das Ganze wird von Gary Fleder nach einem Drehbuch von Sylvester Stallone inszeniert. Mit diesen Eckdaten kann man sich dann nach zehn Minuten Laufzeit auch schon grob den gesamten Plot zurechtkonstruieren. „Homefront“ ist sicherlich kein Meisterwerk geworden, auch kein Überraschungshit, aber eben grundsolide Action-Unterhaltung für seine 100 Minuten. Dabei lässt man sich nicht lumpen: Ein bisschen „Breaking Bad“ ist dabei, eine Prise „Rambo“ und das passt auch soweit alles. Die total konstruierten Plotpunkte werden mit einem Lachen ganz einfach hingenommen, auch wenn ich mich frage, ob die spätere Verknüpfung von Prolog mit Haupthandlung jetzt zwingend notwendig gewesen wäre. Meiner Meinung nach hätte „Homefront“ auch so funktioniert.

„Funktioniert“ hat auch Jason Statham, der eben in typischer Manier primitive Kleinstädter mit allen möglichen Hilfsmitteln weichklopft und auch die ein oder andere Schusswaffe abfeuern darf. Ebenso können Kate Bosworth – als Junkie-Mutter – sowie Izabela Vidovic – als kesse Tochter von Phil Broker – sicherlich überzeugen. Letztere hat eine gute Chemie mit Statham und gewinnt die Herzen des Publikums. Hervor stach für mich James Franco, welcher ganz lustig den etwas durchgeknallten Drogendealer spielt, der auch gerne mal etwas gewalttätig wird.

Ein Budget von etwa 22 Millionen Dollar erlaubt sicherlich nicht dutzende Szenen mit explodierenden Autos, einstürzenden Häuserfassaden und was sonst heutzutage noch alles kaputt gemacht wird, die spektakulären Momente werden aber punktuell an den richtigen Stellen eingesetzt und auch befriedigend inszeniert. Zwischendurch gibt es dann eben die kostengünstigeren Prügelszenen, wie man sie von Statham kennt.

Was hängen bleibt, sind 100 Minuten unterhaltsames Action-Kino ohne eklatante Schwächen, aber eben auch ohne Höhepunkte. Muss man nicht machen, kann man aber. Es stellt sich zumindest nicht das Gefühl ein, wertvolle Lebenszeit verschwendet zu haben. In Anbetracht der Anzahl der Synonyme, die ich für Mittelmäßigkeit beim Verfassen dieser sechs Absätze benutzt habe, ist ein abschließendes Urteil von 5/10 ein würdiges – nein – ein durchschnittliches Fazit.

Autor: Torsten Stenske

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