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Gänsehaut (2015/2016) Review

© 2015 Sony Pictures Releasing GmbH

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Stephen King trifft „Jumanji“ – „Gänsehaut“ ist ein charmanter Familienfilm mit einem Schuss Gruselatmosphäre geworden, der mit Spaß, Spannung und guten Schauspielern punkten kann. Zu Beginn des Films lernen wir Zach (Dylan Minnette) kennen, der mit seiner alleinerziehenden Mutter (Amy Ryan) von New York City in die Kleinstadt Madison, Delaware zieht. Schnell lernt er das Nachbarsmädchen Hannah (Odeya Rush) und ihren schrulligen, misanthropischen Vater (Jack Black) kennen, freundet sich mit Hannah an und findet zusammen mit seinem Schulfreund Champ (Ryan Lee) bald heraus, dass Hannahs Vater R.L. Stine, der Autor der „Gänsehaut“-Romane, ist – einer Young-Adult-Fantasy-Horror-Reihe. Als die beiden schließlich aus Versehen eines seiner Manuskripte öffnen, entlassen sie eines der Monster in die reale Welt, wo es nun Unruhe stiftet.

„Gänsehaut“ ist einer der Filme, die sich ein bestimmtes Ziel gesetzt haben, dieses konsequent verfolgen, es am Ende erreichen und so eine runde Sache sind. Natürlich ist der Film in erster Linie an eine junge Zielgruppe gerichtet. Trotzdem können sich aufgrund der charmanten Figuren und der interessanten Idee durchaus auch Erwachsene diesen Film anschauen, ohne dabei vor Scham im Boden zu versinken oder den Glauben an die Menschheit zu verlieren. Lobenswert sind hierbei die Darsteller, die zwar zugegebenermaßen Stereotypen verkörpern, dabei aber erstens keine 30-Jährigen sind, die plötzlich Teenies darstellen und zweitens eine wirklich ansprechende Leistung abliefern. Jack Blacks aufgedrehtes Schauspiel passt zu dem impulsiven, griesgrämigen R.L. Stine außergewöhnlich gut und hat somit viele Lacher auf seiner Seite.

Insgesamt muss man festhalten, dass bei „Gänsehaut“ einfach die Mischung stimmt: Die Mischung der Figuren, bei der jede ihren eigenen ganz speziellen „Quirk“ hat und jeweils genug Raum bekommt, genauso wie die tonale Mischung zwischen sentimental, witzig, spannend und ruhig, wozwischen stets im richtigen Moment gewechselt wird. Und eben die Mischung zwischen den Genres Fantasy, Coming-of-Age, Grusel und Komödie. Fans der einzelnen Genres werden dabei vielleicht bemängeln, dass diese verschiedenen Aspekte nicht vollständig ausgespielt werden, aber „Gänsehaut“ ist eben ein Familienfilm und die sind hauptsächlich dazu da, sie mit der ganzen Familie zu schauen.

Autor: Torsten Stenske

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