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Der WSM-Jahresrückblick 2015 #5 – Der emotionalste Moment

SPOILER (zu „Star Wars: Das Erwachen der Macht“, „Fast & Furious 7″, „Alles steht Kopf“, „Birdman“ und „Straight Outta Compton“)

© 2015 Lucasfilm Ltd. / Disney

© 2015 Lucasfilm Ltd. / Disney

Jakob: „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ – der ganze Film

„A long time ago in a galaxy far, far away…“ Wow! Endlich wieder „Star Wars“ ohne knallbunte CGI-Effekt-Schlachten, sondern mit einer gesunden Mischung aus düsterer Ernsthaftigkeit und sanftem Humor. Als Fan war diese Kategorie keine Frage, denn J.J. Abrams gelingen viele denkwürdige Augenblicke, die sich vor der Original-Trilogie verbeugen und altbewährte Topoi der Reihe in einem neuen Kontext wieder aufleben lassen, so dass man sich nach einer gewissen Zeit regelrecht zu Hause fühlt. Kleine und große Szenen werden zu regelmäßig auftretenden Gänsehautmomenten und finden eine perfekte Balance zwischen Fan-Service und filmischem Update: der erste Auftritt von Han Solo, Reys erstmalige Nutzung der Macht, mit deren Hilfe sie einen Stormtrooper beeinflusst, ihre Fesseln zu lösen (die Szene ist brillant gespielt von Daisy Ridley!), das Erscheinen von Leia und C-3PO, der Moment zwischen Han Solo und Kylo Ren auf der Brücke in der „Starkiller Basis“ sowie das grandiose Lichtschwertduell zwischen ihm und Rey und schließlich das großartige Ende. Mission geglückt, die Macht war mit dir, J.J. Abrams!

© Universal Pictures

© Universal Pictures

Markus: „See You Again“ – Der Abschied von Paul Walker in „Fast & Furious 7“

Ja, es ist plakativ, ja, es drückt hart auf die Tränendrüse. Aber ich hab geheult wie ein kleiner Junge. James Wan, Chris Morgan, Charlie Puth, Wiz Khalifa und natürlich Vin Diesel schenken uns den bestmöglichen und symbolischsten Abschied vom viel zu früh verstorbenen Paul Walker, wenn Dom und Brian in der letzten Einstellung des Films in zwei unterschiedliche Richtungen davonfahren. Mein Gott, das war so unfassbar traurig. Trauma-Bewältigung, Marke Hollywood.

© 2015 Lucasfilm Ltd. / Disney

© 2015 Lucasfilm Ltd. / Disney

Laszlo: Die Begegnung von Rey und Finn mit Han Solo in „Star Wars – Das Erwachen der Macht“

„There are stories about what happened.”
“It’s true. All of it. The Dark Side, the Jedi. They’re real.”

© 2015 Disney / Pixar

© 2015 Disney / Pixar

Torsten: Der Abschied von Bingbong in „Alles steht Kopf“

Leider gab es für mich in diesem Kinojahr keine Szene, bei der ich wirklich zu Tränen gerührt war. Aber es gab mehr als einmal Szenen, in denen ich einen Kloß im Hals hatte. Die Entscheidung fällt auf den für mich untypischsten Film „Alles steht Kopf“ und die Szene, in der Abschied von dem eingebildeten Freund genommen werden muss. Das ganze Kino hat geweint, aber ich bin eben ein harter Kerl.

© 20th Century Fox

© 20th Century Fox

Roman: Der Schluss von „Birdman“

…die nach oben gerichteten Augen von Emma Stone. Die unendlichen Möglichkeiten des Kinos – kondensiert in einer Einstellung.

Jonas: „Mr. Holmes“ – der ganze Film sowie der Abschied von Bingbong in „Alles steht Kopf“

Dafür qualifiziert sich so ziemlich jede Szene aus „Mr. Holmes“ und der Tod des Fantasie-Elefanten aus „Alles steht Kopf“: Letzterer sorgte während meines Kinobesuchs für etwa 30 weinende Kinder und ebenso viele verzweifelte Eltern, die nicht so recht wussten, wie sie ihre Söhne und Töchter trösten sollten.

© Universal Pictures

© Universal Pictures

Michael: Die Verabschiedung von Eazy-E (Jason Mitchell) in „Straight Outta Compton“

Eazy-E liegt gezeichnet durch AIDS im Sterben. Dr. Dre begibt sich in sein Krankenzimmer, um sich von seinem langjährigen Weggefährten zu verabschieden. Ice Cube schafft es nicht mal mehr in das Zimmer und dreht auf halben Weg um. Dieser emotionale Höhepunkt führt uns vor Augen, wie schwer es ist, nahestehenden Menschen ein letztes „Mach es gut“ zu sagen.

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