Hinterlasse einen Kommentar

Der WSM-Jahresrückblick 2015 #14 – Ehrenpreis Product Placement

© Sony Pictures

© Sony Pictures

Jakob: Red Bull in „Die Highligen Drei Könige“

Dass Sony in den von seiner Filmsparte produzierten und vertriebenen Filmen gern eigene Produkte vermarktet (man achte auf den Laptop in „The Amazing Spider-Man 2″) ist nichts Neues. Doch „Die Highligen Drei Könige“ setzt darauf noch einen drauf und kombiniert das Ganze mit aufdringlicher Werbung für den genannten österreichischen Energy-Drink. Was natürlich nicht nur gezeigt, sondern auch ausgesprochen werden muss: „Ich sitze hier in einer Red-Bull-Stretch-Limousine und filme alles mit meinem Sony-Handy“; dies ist ziemlich wortwörtlich eine Dialogzeile von Anthony Mackie. Immerhin ist das Product Placement in der Handlung verankert, da Mackie einen Football-Star spielt, der in der filmischen Welt wiederum Werbung für Red Bull macht. Die genannte Stretch-Limousine, mit der die drei Protagonisten durch die Nacht cruisen und auf der das Logo in mehrfacher Ausführung gut sichtbar prangt, bekommt man in gefühlt jeder dritten Szene gezeigt, zudem wird selbstverstandlich mehr als einmal Red Bull getrunken. Reicht das? Nein! Am Ende müssen natürlich noch einem Charakter ostentativ Flügel wachsen.

© Universal Pictures

© Universal Pictures

Markus: Die Auto-Werbung in „Jurassic World“

Es sieht aus wie Werbung, es fühlt sich an wie Werbung, ja, es ist verdammt noch mal Werbung und zwar keine, die man noch unter Product Placement im eher versteckten Sinne fassen würde. In „Jurassic World“ ist die Autowerbung so offensiv, dass man eigentlich schon wieder lachen muss. Müsste aber alles echt nicht unbedingt sein. Schmälert den Filmgenuss zwar nur minimal, ist aber trotzdem fürchterlich. Im Gegensatz dazu wirken Michael Bays Filme sogar fast schon subtil, was Werbung anbelangt.

Laszlo: „Jurassic Park“ in „Jurassic World“

James Bond ist natürlich immer ein Topfavorit in dieser Kategorie, „Spectre“ schafft es aber dieses Jahr nur auf Platz zwei. Das Rennen gewinnt knapp „Jurassic World“, das Zünglein an der Waage ist der Geniestreich, im vierten Film noch Werbung für den ersten Film zu machen! Genial!

Torsten: „Jurassic Park“ in „Jurassic World“

Das tollste Product Placement geschah in „Jurassic World“, in welchem auch noch der alte Spielberg Film platziert wird. Das geschieht sowohl durch jemanden, der ein „Jurassic Park“-Shirt trägt, als auch dadurch, dass die beiden Jungs an Orte des ersten Filmes zurückkehren sowie final der Plot dem Originalfilm doch sehr ähnlich ist.

© 20th Century Fox Home Entertainment

© 20th Century Fox Home Entertainment

Roman: McDonald’s in „Kingsman“

Seit „Kingsman – The Secret Service“ verspüre ich den unnachgiebigen Drang, zusammen mit Samuel L. Jackson ein gediegenes Big Mac-Cheeseburger-Dinner zu zelebrieren.

© Sony Pictures

© Sony Pictures

David D.: „James Bond 007: Spectre“

Das ist keine Schleichwerbung mehr. Das ist ohrenbetäubendes Getrampel. Aston Martin, schnell. Brumm, brumm. Cool. Belvedere Wodka, lecker. Yammi, yammi. Daniel Craig als lebendige Litfaßsäule. Kotz…

© Universal Pictures

© Universal Pictures

Michael: „Minions“ – der ganze Film

Ich liebe die Minions aus „Ich, einfach unverbesserlich“ 1 & 2. Einer ihrer Abkömmlinge ziert sogar in Plüschform mein Filmregal. Ich habe auch nichts gegen Filme, die produziert werden, weil sie sich besonders zu Vermarktungszwecken eignen. Das hat schon immer auch den Zauber Hollywoods ausgemacht, als Zuschauer Teil einer weltumspannenden Vermarktungsstrategie überragenden Entertainments zu werden. Doch überragend ist an „Minions“ nur sehr wenig, so dass der Beigeschmack eines 90-minütigen Werbefilms für das Merchandise bleibt.

Frederic: Beats by Dr. Dre

Diese Kopfhörer kommen in gefühlt jedem zweiten Film vor…

Leave a Reply